Wohnstift Augustinum

Die Oekumenische Philharmonie auf der Bühne des Theatersaals Wohnstift Augustinum, Foto: Daniel Allenbach
Fotos: Daniel Allenbach

Das Augustinum Heidelberg ist nicht nur eine Seniorenresidenz, sondern auch ein öffentlicher Kulturveranstalter. Das abwechslungsreiche Programm besteht aus Konzerten, Ausstellungen, Kleinkunst, Vorträgen, Kino und mehr. Die meisten Veranstaltungen finden im hauseigenen Theatersaal statt, der dafür als Konzerthalle, Kleinkunstbühne und Kinosaal dient. Die Oekumenische Philharmonie e.V. ist in regelmäßiger Folge mit Konzerten im Augustinum präsent.



KV 338, Sinfonie Nr. 34 C-Dur
Orchester: Oekumenische Philharmonie
Leitung: Frank Christian Aranowski
Aufnahme am 30. Juli 2017 im Theatersaal des Wohnstift Augustinum Heidelberg

KV 338, Sinfonie Nr. 34 C-Dur
KV 338, Sinfonie Nr. 34 C-Dur, Allegro vivace
KV 338, Sinfonie Nr. 34 C-Dur, Andante di molto più tosto Allegretto
KV 338, Sinfonie Nr. 34 C-Dur, Allegro vivace

KV 338 Wohnstift Augustinum

Die Symphonie Nr. 34 C-Dur KV 338 wurde laut Mozarts eigenhändigem Eintrag auf dem Partiturautograph am 29. August 1780 vollendet. Es war das letzte symphonische Werk, welches er in Salzburg komponierte, bevor er sich 1781 in Wien niederließ. Über die genaue Entstehungsgeschichte und verbriefte Aufführungen ist nichts bekannt. Man vermutet, dass die Symphonie bei Mozarts erstem öffentlichem Auftritt in Wien seit seiner „Wunderkindzeit“ am 3. April 1781 in einer Akademie der „Tonkünstler-Societät“ aufgeführt wurde. Eine weitere Aufführung unter Mozarts Leitung vermutet man bei seinem ersten Wiener Augarten-Konzert am 26. Mai 1782.

Das Werk ist dreisätzig angelegt, der Anfang eines Menuett-Satzes, der unmittelbar auf den ersten Satz folgen sollte, wurde im Autograph durchgestrichen und die Fortsetzung offenbar herausgetrennt. Lange Zeit nahm man an, dass Mozart sein 1782 komponiertes Menuett KV 409 in die Symphonie integrieren wollte, von dieser These ist die Musikwissenschaft jedoch wieder abgerückt. Obwohl die Symphonie KV 338 nicht zu den „großen“ Symphonien gehört, steht sie ihnen in ihrer geistreichen Erfindung und meisterhaften Gestaltungskunst in nichts nach. Dem festlichen Eingangssatz folgt ein lyrisches Andante (in welchem als Besonderheit die Bratschen durchweg zweigeteilt spielen), bevor das Werk mit einem äußerst schnellen und virtuosen Finale schließt.

Text: Frank Christian Aranowski


Oekumenische Philharmonie

Foto: Manfred Leder

Die Oekumenische Philharmonie (www.oekphil.de) wurde 2006 gegründet und hat sich bereits seit einigen Jahren im Kulturleben der Regionen Karlsruhe und Heidelberg etabliert. In dem Orchester versammeln sich hervorragende Berufsmusiker aus dem gesamten deutschsprachigen Raum, die als Angehörige unterschiedlicher christlicher Konfessionen ihr Musizieren wesentlich als Ausdruck des Gotteslobes und ihres persönlichen Glaubens begreifen. Unter der Leitung des Orchestergründers Frank Christian Aranowski treten die Orchestermitglieder, die zum großen Teil in namhaften Spitzenorchestern ihren Dienst taten oder noch tun, regelmäßig zu mehreren jährlichen Arbeitsphasen zusammen und faszinieren regelmäßig Publikum und Presse. "Begeisterndes Orchester", "exzellent besetztes Ensemble", "künstlerische Geschlossenheit", "hochkarätiger Musikgenuss", "in feinsten Nuancierungen", "der Vollendung ziemlich nahe"..."mustergültige Interpretation", es "stimmt ...einfach alles" – mit diesen und ähnlichen Formulierungen wurden die Aufführungen des Orchesters bisher bedacht (Quelle: Feuilleton der Rhein-Neckar-Zeitung und Badische Neueste Nachrichten).

Text: Frank Christian Aranowski


Frank Christian Aranowski

Foto: BeautyShots, Berlin

Frank Christian Aranowski wurde in Berlin geboren und erhielt seinen ersten Musikunterricht im Alter von sieben Jahren. Er hospitierte viele Jahre in der Berliner Philharmonie bei Proben und Konzerten der bedeutendsten Orchester und Dirigenten, insbesondere der Berliner, Philharmoniker sowie Claudio Abbado, Sergiu Celibidache, Carlo Maria Giulini, Nikolaus Harnoncourt und Lorin Maazel. Bereits vor seinem Studium leitete er mehrere Jahre die Arndter Sinfonietta in Berlin und begleitete diese auf einer China-Tournee. Er studierte an der Hochschule Mozarteum in Salzburg Orchesterdirigieren bei Michael Gielen sowie Chorleitung bei Walter Hagen-Groll und Karl Kamper und konnte seine Ausbildung „mit ausgezeichnetem Erfolg“ abschließen. Für seine wissenschaftliche Arbeit über ein Werk Bartóks bekam er den Titel eines Magister artium verliehen. Er belegte Kurse u. a. bei Rupert Huber, Howard Arman, Péter Eötvös, Peter Gülke und Nikolaus Harnoncourt und arbeitete mit Berufsorchestern im In- und Ausland zusammen.
Seit 2000 ist er als Chor- und Orchesterleiter im Raum Karlsruhe / Rhein-Neckar tätig. Mit der Gründung der Oekumenischen Philharmonie erfüllte er sich den Traum von einem professionellen Symphonieorchester, dessen Mitglieder ihr Musizieren auch als Ausdruck des Gotteslobes und ihres persönlichen Glaubens begreifen.