KV 258, KV 551 St. Barbara Langenfeld-Reusrath

Die beiden langenfelder Kirchenmusiker, Sven Schneider und Carsten Wüster, hatten in den letzten Jahren öfter die Möglichkeit, miteinander zu musizieren. Zum Beispiel bei den jährlich stattfindenden ökumenischen Kirchenmusiktagen oder bei Konzerten, in denen Carsten Wüster Continuo spielte und Sven Schneider die Baritonpartie übernahm.
In einem Gespräch Ende 2006 kam die Idee auf, ein auf größerer Basis stattfindendes Chorprojekt zu starten. Das Mozartjahr ging gerade zu Ende, und so war es schon fast klar, dass die Musik Mozarts in Langenfeld keine Flaute haben sollte. Und so einigten sich Herr Wüster und Herr Schneider auf die Jupitersinfonie und die Spaurmesse, ein großes Orchesterwerk und ein großes Chor-Orchester-Werk.
Carsten Wüster hatte bereits ein gutes Orchester an der Hand, das in Reusrath schon öfter unter dem Namen „Orchesterakademie an St. Barbara“ aufgetreten ist. Die Streicher kommen größtenteils aus dem Ruhrgebiet und spielen dort in verschiedenen Profiorchestern, die Bläser kommen zum größten Teil aus Wuppertal.
Nun ging es daran, einen geeigneten Chor zusammenzustellen. Das war nicht so schwer, denn in Langenfeld gibt es eine ganze Reihe engagierter Sängerinnen und Sänger, die bereit waren, sich zu regelmäßigen Proben mit den beiden Chorleitern einzufinden. Sie stammen aus den verschiedenen Kirchenchören und Ensembles aus Langenfeld und wurden durch einige „Helfer“ aus Düsseldorf und Köln (Musikhochschule) verstärkt, so dass ein runder und tragfähiger Chorklang entstehen konnte.
Carsten Wüster und Sven Schneider teilten sich die Proben so ein, dass jeder einmal am Klavier saß und begleitete und der andere mit dem Chor probte. Also eine wunderbare Arbeitsteilung! Ein Projekt, dass von Anfang an Freude machte.



KV 258, Messe `Missa brevis' C-Dur (Spaurmesse)
Orchester: Orchesterakademie an St. Barbara Langenfeld
Solisten: Elisa Rabanus (Sopran), Angela Froemer (Alt), Bruno Michalke (Tenor), Matthias Sprekelmeyer (Bass)
Leitung: Carsten Wüster
Aufnahme in der Kirche St. Barbara Langenfeld-Reusrath am 11.11.2007
KV 258, Messe `Missa brevis' C-Dur
KV 258, Messe `Missa brevis' C-Dur, Kyrie
KV 258, Messe `Missa brevis' C-Dur, Gloria
KV 258, Messe `Missa brevis' C-Dur, Credo
KV 258, Messe `Missa brevis' C-Dur, Sanctus
KV 258, Messe `Missa brevis' C-Dur, Benedictus
KV 258, Messe `Missa brevis' C-Dur, Agnus Dei



KV 551, Symphonie Nr. 41 C-Dur (Jupitersinfonie)
Orchester: Orchesterakademie an St. Barbara Langenfeld
Solisten: Elisa Rabanus (Sopran), Angela Froemer (Alt), Bruno Michalke (Tenor), Matthias Sprekelmeyer (Bass)
Leitung: Carsten Wüster
Aufnahme in der Kirche St. Barbara Langenfeld-Reusrath am 11.11.2007
KV 551, Symphonie Nr. 41 C-Dur
KV 551, Symphonie Nr. 41 C-Dur, Allegro vivace
KV 551, Symphonie Nr. 41 C-Dur, Andante cantabile
KV 551, Symphonie Nr. 41 C-Dur, Menuetto_Allegretto
KV 551, Symphonie Nr. 41 C-Dur, Molto allegro


Elisa Rabanus

Die in Düsseldorf lebende Sopranistin Elisa Rabanus hat sich weitgehend auf die Musik des 16. bis 18. Jahrhunderts spezialisiert. So gewann sie den ersten Preis beim „Austria Baroque Academy Music Award“ in Gmunden, Österreich. Sie arbeitet freischaffend als Solistin und als freie Mitarbeiterin für bedeutende deutsche Rundfunkchöre.
Elisa Rabanus studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Tanz Köln – zunächst mit Diplom-Abschluss in der künstlerischen Ausbildung Oper und Konzert bei Prof. Henner Leyhe und darauf folgend mit dem Master of Music in Barockgesang bei Prof. Kai Wessel/Prof. Barbara Schlick und Prof.Konrad Junghänel/Prof. Gerald Hambitzer (Kammermusik). Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie in Meisterklassen bei Ingeborg Danz, Prof. Klesie Kelly-Moog und Prof. Ute von Garczinsky.
Im Rahmen ihrer Konzerttätigkeit arbeitete Elisa Rabanus u.a. mit den Originalklang-Ensembles Concerto Köln, Düsseldorfer Hofmusik, Le Concert Lorrain, Das Kleine Konzert und der Hamburger Ratsmusik zusammen und trat bei renommierten Festivals wie den Brühler Schlosskonzerten, den Tagen Alter Musik Herne, dem Festival Alte Musik Knechtsteden, den Händel Festspielen Halle, dem Bachfest Leipzig, den Tagen Alter Musik Saarbrücken (TAMIS) und dem Rheingau Musikfestival auf.
Ihre Arbeit führte sie u.a. mit den Ensembles Cantus Cölln, Rheinische Kantorei, Chorus Musicus, Albis Cantores und den Dirigenten Trevor Pinnock, Konrad Junghänel, Hermann Max, Christoph Spering, Andreas Spering, Helmuth Rilling und Gotthold Schwarz zusammen. Sie wirkt regelmäßig bei CD- und Rundfunkproduktionen für den WDR, NDR, SWR und den Deutschlandfunk mit.
Für die Einspielung sämtlicher Kantaten Johann Sebastian Bachs nach Texten von Martin Luther erhielt Elisa Rabanus zusammen mit dem „Chorus Musicus“ und „Das neue Orchester“, unter der Leitung von Christoph Spering, den Echo Klassik 2017. Seit der Saison 2022/2023 ist sie festes Mitglied des NDR Vokalensemble.


Angela Froemer

Die in Freiburg geborene Mezzosopranistin Angela Froemer studierte klassischen Gesang in Freiburg und Düsseldorf. Abschlüsse in Gesangspädagogik und Funktioneller Atemtherapie sowie die Praxis in zahlreichen Ensembles der E- und V-musik erweiterten ihre Qualifikation.
Seit ihrem Examen 1996 ist sie als freiberufliche Sängerin im Konzert- und Opernbereich tätig. Solistisch reüssierte sie in der Vergangenheit bei der Rheinischen Operettenbühne, bei der der "Kleinen Oper Düsseldorf" und als langjähriges festes Ensemblemitglied des Theater Kontra-Punkt, das sich dem experimentellen Theater in Verbindung mit zeitgenössischer Musik widmet. Seit 1999 folgten mehrere Gastspiele beim Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen (Fellini- Fellini, Die Zauberflöte, Cool Love -Heavy Music, Il ritorno d'Ulisse in Patria, Nachtfoyer "Zwischen Gestern und Morgen").
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit bildet die Arbeit mit verschiedenen renommierten Ensembles, in denen sie bei mehreren Rundfunk-Produktionen mitwirkte und die sie zu zahlreichen internationalen Chor- und Musikfestivals führten. (u.a. Studio Vocale Karlsruhe, Rheinische Kantorei Dormagen, Balthasar-Neumann-Chor, SWR-Kammerensemble Stuttgart)
Darüberhinaus übernahm sie mehrfach die Regie für das erfolgreiche Männergesangssextett "Ensemble Six" und ist beim MUS-E Projekt der Yehudi Menuhin Stiftung Deutschland in den Bereichen Musik und Theater tätig.

Bruno Michalke

Bruno Michalke wurde 1974 in Freiburg i. Brsg. geboren. Er war seit 1982 Mitglied der Freiburger Domsingknaben und erhielt dort ersten Gesangsunterricht bei Willem Verkerk und Ulrich Rausch.
Neben einem Chemiestudium an der Universität zu Köln nahm er von 2003 bis 2006 Gesangsunterricht bei Alastair Thompson, seit 2006 bei Martin Lindsay.
Als Solist mit Schwerpunkt im Oratorienbereich sowie als Ensemblesänger arbeitete er bereits mit Dirigenten wie Heribert Beissel, Peter Neumann, Reinhard Goebel, Rupert Huber, Hermann Max und Robin Gritton zusammen und wirkte bei vielen Rundfunk- und CD-Produktionen mit.
Konzertreisen führten ihn nach Spanien, Portugal, Frankreich, Italien, Finnland, Ungarn, Russland, Südamerika und in den Jemen.
Zu seinem solistischen Repertoire gehören u.a. Werke von Heinrich Schütz (Evangelist in Johannes- und Matthäuspassion, Musikalische Exsequien), Johann Sebastian Bach (Arien der Johannes- und Matthäuspassion, Weihnachtsoratorium und zahlreiche Kantaten), G.P. Telemann, Joseph Haydn, W.A. Mozart und Werke der französischen Romantik.

Matthias Sprekelmeyer

Matthias Sprekelmeyer studierte Gesang an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf zunächst bei Prof. Werner Lechte und anschießend bei Martin Ackermann. Er beendete das Studium 2007 mit dem Diplom. Wichtige musikalische Impulse erhielt er in der Zusammenarbeit mit Prof. Helge Dorsch, Alexander Schmalcz und Gabor Antalffy.
Erste Bühnenerfahrungen konnte er schon während des Studiums erlangen. So sang er die Titelpartie in G. Donizettis Oper “Viva la Mamma”, den “Notar” in Puccinis “Gianni Schicchi” oder den “Antonio” in W. A. Mozarts “die Hochzeit des Figaro”. Hans Werner Henzes Oper “Pollicino” führte ihn als “Vater” an das Neusser Globe-Theater sowie an das Theater Montepulciano.
Weitere Erfahrungen im Bereich des zeitgenössischen Musiktheaters konnte er als “Caspar” in der Oper “Der Herr Gevatter” von H. Berheide und A. Schreier sowie in der Oper “Der Roman mit dem Kontrabass” von J. Baur sammeln.
Bereichert wird sein Bühnenschaffen durch szenische Projektarbeiten, unter anderem in der Philharmonie Essen, dem Akademietheater München oder dem FFT Düsseldorf.
Neben dem Musiktheater bedient Matthias Sprekelmeyer ein breites Spektrum an geistlicher Musik. Angefangen mit H. Schütz´s “Musikalischen Exequien” über W. A. Mozarts “Krönungsmesse” bis hin zu F. Liszt´s “Oratorium von der Hl. Elisabeth” hat er sich ein großes Repertoire erarbeitet. Dazu gehören die großen Oratorien von J. S. Bach genauso wie “Ein deutsches Requiem” von J. Brahms oder “Die Schöpfung” von J. Haydn.

Sven Schneider

Sven Schneider erhielt schon früh Orgelunterricht bei Ulrich Stötzel (Siegen), und studierte an der Folkwanghochschule in Essen Kirchenmusik mit dem Abschluss A-Kirchenmusiker.
Mehrere lange Auslandsaufenthalte führten ihn an die Musikhochschule in Malmö (Schweden) und das Conservatorium Maastricht (Niederlande).
Sven Schneider ist Kirchenmusiker in Langenfeld, wo er den Chor der Johanneskirche leitet, einen Kammerchor gründete und immer wieder auch zu verschiedenen Projekten einlädt.
Zusammen mit Carsten Wüster führte er engagierte Sängerinnen und Sänger aus verschiedenen evangelischen und katholischen Chören zu einem einzigartigen Projekt zusammen, das über die Konfessionsgrenzen Ausführende wie Zuhörer in der Freude an der Musik einte.

Carsten Wüster

Carsten Wüster wurde 1977 in Viersen/Niederrhein geboren. Seine Kindheit und Jugend verlebte er in Kempen am Niederrhein, wo er schon früh seinen ersten Klavier- und Orgelunterricht, bei Brigitte Kröger-Bökelheide, der Kantorin der evangelischen Kirchengemeinde Kempen, erhielt. Später unterrichteten ihn der Kempener Propsteikantor Theo Dahmen, sowie der Leiter der Wuppertaler Kantorei Barmen-Gemarke, Wolfgang Kläsener.
Carsten Wüster war in den Jahren 2004 bis 2007 Kirchenmusiker und Sakristan der kath. Pfarrgemeinde St. Barbara, Langenfeld-Reusrath sowie Kirchenmusiker der kath. Pfarrgemeinde St. Gerhard, Langenfeld-Gieslenberg.
Heute ist Carsten Wüster Kirchenmusiker der kath. Pfarrgemeinde St. Bruno, Köln-Klettenberg.