Trinitatiskirche Köln

Unter dem Titel Passionskonzert 2016 brachte der Konzertchor Köln, neben Schuberts f-Moll Fantasie, eine Aufführung des Requiems mit Klavierbegleitung zu vier Händen.


v.l.: Andreas Frese, Christian Strauß am Flügel
v.l.: Aline Wilhelmy, Anne-Kathrin Herzog, Thomas Jakobs, Florian Rosskopp, Christian Strauß, Andreas Frese, Jonas Manuel Pinto


KV 626, Requiem
Solisten: Aline Wilhelmy (Sopran), Anne-Kathrin Herzog (Alt), Thomas Jakobs (Tenor), Florian Rosskopp (Bass), Andreas Frese und Christian Strauß (Klavier)
Leitung: Jonas Manuel Pinto
Aufnahme am 13. Februar 2016 in der Trinitatiskirche Köln

KV 626, Requiem
KV 626, Requiem, Teil I
KV 626, Requiem, Teil II
KV 626, Requiem, Teil III

KV 626 Trinitatiskirche Köln

Eine durchaus gängige Praxis der Romantik war es, auch größer besetzte Werke der Musik für den kammermusikalischen Gebrauch zugänglich zu machen. Das Klavier, das sich zum Instrument par excellence in den Häusern und Salons des Großbürgertums entwickelt hatte, diente in zwei- oder mehrhändigen Arrangements als adäquater Ersatz für ein Orchester.
Carl Czerny (1791 - 1857) bearbeitete das Requiem Mozarts im Jahr 1828 für Klavier zu vier Händen. Gewidmet hat er diese Bearbeitung dem hochwürdigen Abbe Maximilian Stadler (1748 - 1833), welcher damals durch das Studium der verschiedenen Ab- und Reinschriften des Requiems viel zur Klärung des Entstehungsprozesses beitragen konnte.

Aline Wilhelmy

Aline Wilhelmy

Die Sopranistin Aline Wilhelmy studierte Gesang an der Hochschule für Musik Mainz. Wichtige musikalische Impulse erhielt sie durch Meisterkurse bei Andreas Scholl, Wolfgang Katschner, Michael Hofstetter, Ton Koopman und Janina Baechle. Bühnenerfahrungen sammelte sie am Stadttheater Koblenz, am Stadttheater Gießen, am Staatstheater Mainz, an der Oper Frankfurt, an der Oper Köln und in hochschuleigenen Produktionen. Von 2012 bis 2014 war Aline Wilhelmy Mitglied des Jungen Ensembles am Staatstheater Mainz. So gab sie in der Spielzeit 2012/13 ihr Debut als 5. Magd in Elektra von R. Strauss. Ein weiterer Erfolg gelang ihr kurz darauf in der Rolle der Armida in C. Pallavicinos "La Gerusalemme liberata". Bei den Magdeburger Telemann Festtagen 2012 sang sie die Quiteria in Telemanns "Don Quichotte". Zudem arbeitete Aline Wilhelmy mit Regisseuren wie Arila Siegert, Tilman Knabe und Roman Hovenbitzer und Dirigenten wie Michael Schneider, Wolfgang Katschner, Michael Hofstetter, TonKoopman, Hermann Bäumer und Andrea Marcon.
Eine rege Konzerttätigkeit führte die Sopranistin bereits in verschiedene Teile Deutschlands, Österreichs, der Schweiz und Italiens. So musizierte sie schon mit namhaften Ensembles wie dem Neumeyer Consort, der Lautten Compagney Berlin und dem Philharmonischen Staatsorchester Mainz.


Anne-Kathrin Herzog

Anne-Kathrin Herzog

Anne-Kathrin Herzog studierte an der Musikhochschule Saarbrücken die Fächer Gesang und Gesangspädagogik, die sie jeweils erfolgreich mit dem Diplom abschloss. Bereits zu Studienzeiten war sie in renommierten Vokalensembles aktiv. Dies führte zu einer Zusammenarbeit mit namhaften Dirigenten wie Trevor Pinnock, Hans Zender, Rolf Beck, Michael Alber, Wolfgang Schäfer, Winfried Toll, Thomas Fey und Gary Graden und zur Mitwirkung bei vielen CD-Produktionen. Der Besuch von Meisterklassen und der Gesangsunterricht u.a. bei Claudia Eder, Ulf Bästlein, Charles Spencer, Katharina Dau und Rudolf Piernay gaben viele wichtige Impulse. Mit der Spielzeit 2011/2012 wurde sie als Mitglied des Ensembles der Musikbühne Mannheim unter der künstlerischen Leitung von Eberhard Streul engagiert. Hier war Anne-Kathrin Herzog in verschiedenen Produktionen deutschlandweit zu hören, zuletzt in der Partie der Tisbe in der Kinderoper "Aschenputtel oder Rossini kocht eine Oper", "La Cenerentola" von G. Rossini, u. a. im Goethe Theater Bad Lauchstädt und beim Rossini-Festival Bad Wildbad. Außerdem wurde Anne-Kathrin Herzog mehrfach für die Hauptrolle im szenisch aufgeführten "Requiem für einen polnischen Jungen" von Dietrich Lohff besetzt. Zuletzt verkörperte sie die Rolle der Melantho in der Monteverdi-Oper "Il ritorno d'Ulisse in patria".

 

Thomas Jakobs

Thomas Jakobs

Der Tenor Thomas Jakobs, geb. in Neustadt/Weinstraße, studierte Gesang bei Prof. Thomas Dewald an der Hochschule für Musik der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Dort studierte er auch den Studiengang "Master of Voice" und belegte Kurse bei Michael Hofstetter und bei Prof. Burkhart Schäffer (Liedklasse). Er belegte Meisterkurse an der Kammeroper Rheinsberg bei Prof. Claudia Eder und in Montepulcianojltalien bei Georges Delnon (Regie).
Als Mitglied des Opernstudios des Staatstheaters Mainz war er in verschiedenen Produktionen zu hören u.a. als Tamino und als Bastien in "Bastien und Bastienne" (Mozart). Als Gast sang er u.a. am Pfalztheater Kaiserslautern, an der Oper Frankfurt, an den Theatern Halberstadt und Quedlinburg und am Staatstheater Mainz.
Thomas Jakobs konzertiert als gefragter Lied und Oratoriensänger im In- und Ausland, u.a. in Monaco, Nizza und New York. Zu seinem Repertoire zählen sämtliche Zyklen Franz Schuberts sowiezahlreiche Oratorienpartien wie Händels "Messias", Bachs "Weihnachtsoratorium" und sämtliche Passionen. Er tritt bei diversen Festivals und in großen Konzerthäusern auf wie den Schwetzinger Festspielen, dem Offenbach-Festival Bad Ems, den Festivals Nantes und Bilbao, in der Kölner Philharmonie und der Essener Philharmonie sowie der Liederhalle Stuttgart. Er spielte bereits zahlreiche Rundfunk- und CD-Aufnahmen ein und arbeitet zusammen mit namhaften Dirigenten wie Michael Hofstetter, Dan Ettinger, Christoph Spering, Frieder Bernius und Hans-Christoph Rademann sowie mit bekannten Ensembles wie z. B. dem Rosenmüller Ensemble Leipzig, L'arpa festante, dem Kammerchor Stuttgart, der Gächinger Kantorei und dem Vocalensemble Rastatt.


Florian Rosskopp

Florian Rosskopp

Der Bariton Florian Rosskopp stammt aus Idar-Oberstein. Bereits während seines Studiums an der Hochschule für Musik in Mainz war er Mitglied des "Jungen Ensembles" am dortigen Staatstheater. Gastauftritte führten ihn u.a. an die Oper Frankfurt, das Staatstheater Mainz, das Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt und zu den Eutiner Ludwigsburger Festspielen.
2012 debütierte er mit Haydns "Schöpfung" in der Kölner Philharmonie. Er ist Preisträger der Kammeroper Schloss Rheinsberg und des "Concorso Internazionale Musica Sacra" in Rom. Die Zusammenarbeit mit Orchestern wie L´arpa festante München, Parnassi musici, den Hamburger Symphonikern u.a. verschafft ihm Konzerte im In- und Ausland.


Andreas Frese

Andreas Frese

Die erzählerische Intensität und Intimität seines Vortrages zeichnen den Pianisten Andreas Frese als empathischen und expressiven Liedbegleiter und Kammermusiker aus.
Konzerte bei den Salzburger Festspielen, der Schubertiade Hohenems und Schwarzenberg, dem Festival Ljubljana, in der Laeiszhalle Hamburg, der Kölner Philharmonie, der National Concert Hall Dublin oder dem Mozarteum Argentino in Buenos Aires mit Künstlern wie lulia Kleiter, Alison Browner, Christoph und Julian Pregardien, Benjamin Bruns, Sebastian Kohlhepp, Daniel Schmutzhard, Christian Immler, Kwangchul Youn, Robert Sund, dem RTE Concert Orchestra, dem Ensemble Camerata Musica Limburgoderdem Mannheimer Streichquartett dokumentieren seine Vielseitigkeit auf dem Podium.
Seine Diskografie umfasst u.a. die erste vollständige Gesamteinspielung von Antonin Dvoraks Jugendzyklus "Zypressen" mit Marcus Ullmann, Martin Bruns und dem Bennewitz Quartett, verschiedene Produktionen mit Christoph Pregardien, Alison Browner und der Camerata Musica Limburg sowie eine Aufnahme mit Liedern und Duetten von Benjamin Britten, John Ireland und Michael Head. Künftige Projekte beinhalten die Aufnahme sämtlicher Männerchorwerke Franz Schuberts mit Christoph Pregardien und der Camerata Musica Limburg, deren erste CD "Sehnsucht" gerade erschienen ist.
Seine Ausbildung erhielt Andreas Frese zunächst als Mitglied der Limburger Domsingknaben. Nach seinem Klavierstudium an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf in der Klasse von Ria Goetze, der intensiven Beschäftigung mit Kammermusik sowie einem zusätzlichen Studium der Literatur- und Musikwissenschaften schloss er seine Ausbildung in der Meisterklasse für Liedinterpretation von Irwin Gage und Esther de Bros in Zürich ab.
Weitere Impulse für seine Arbeit als Liedbegleiter erhielt Andreas Frese in Meisterkursen u.a. mit Christoph Pregardien, Matthias Goerne, Edith Wiens, Johannes Goritzki, Ferenc Rados und Dietrich Fischer-Dieskau. 2002 war er Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes.

 

Christian Strauß

Christian Strauß

Christian Strauß studierte von 1999-2007 Klavier bei Prof. Lidia Grychtolowna an der Musikhochschule in Mainz (2004 Diplom und 2007 Konzertexamen).
Er spielte als aktiver Teilnehmer bei Meisterkursen von Lazar Berman (Schleswig-Holstein Musik Festival), Bruno Leonardo Gelber, Prof. Günter Ludwig und Prof. Hans Leygraf. Im Jahre 2006 war er Stipendiat der "ZIRP"-Stiftung in Rheinland-Pfalz. Er konzertiert im In- und Ausland (z.B. Minsk, Frankfurter "Bechstein-Centrum", Köln - Marienburger Matineen, Kölner Philharmonie, beim Festival "Gegen den Strom", beim "Internationalen Grieg-Festival" in Oslo und in der "WMP-Hall" in New York City). Seit 2009 tritt er mit der Pianistin C1audia Hölbling im Klavierduo auf. Die beiden gewannen beim 11. Internationalen "Grieg-Wettbewerb" in Oslo 2010 den 1. Preis als Klavierduo. 2011 wurde ihnen ein Sonderpreis beim "1. Internationalen Albert Mamriev Wettbewerb" in Braunschweig erteilt und sie gewannen den 2. Preis beim "Internationalen Chopin-Wettbewerb" in Rom.
2011 übernahm Christian Strauß die künstlerische Leitung der "Edelsteinserenaden" in der Verbandsgemeinde Herrstein.
www.konzertpianist-strauss.de

 

Jonas Manuel Pinto

Jonas Manuel Pinto

Jonas Manuel Pinto, geboren 1977 in Frankfurt am Main, erhielt bereits als Kind Klavierunterricht und besuchte ab 1991 das dortige Hoch'sche Konservatorium für die Fächer Orgel, Klavier und Musiktheorie. Von 1997 an studierte jonas Manuel Pinto Kirchenmusik, Orgel und künstlerisches Klavierspiel an der Hochschule für Musik in Mainz. Ein Aufbaustudium in Chor- und Orchesterleitung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Wolfgang Schäfer schloss er mit Auszeichnung ab. Darüber hinaus erhielt er wichtige künstlerische Impulse in Meisterkursen bei Guy Bovet, Jean Boyer, Wolfgang Zehrer und Wolfgang Seifen (Orgel) sowie bei Sylvain Cambreling, Michael Hofstetter und Robert Sund (Dirigieren).
Bereits während seines Studiums wurde Jonas Pinto als Korrepetitor an das Staatstheater Mainz engagiert und unterrichtete darüber hinaus als Dozent an der Domsingschule am Hohen Dom zu Mainz. Von 2003 bis 2009 war er Dirigent des Kammerchors Bretzenheim. Seit 2009 singt jonas Pinto als 2. Tenor im Männerkammerchor Camerata Musica Limburg, mit dem er neben zahlreichen internationalen Konzerteinladungen den 1. Preis beim Deutschen Chorwettbewerb 2010 gewonnen hat.
Seit 2010 ist er Leiter des Konzertchors Köln, mit dem er chorsymphonische und oratorische Werke aufführt. Als Gastdirigent konzertiert er regelmäßig mit dem Kammerchor Rheinland-Pfalz und dem Chor und Orchester der TU-Darmstadt. Von 2013 bis 2015 hatte Jonas Pinto einen Lehrauftrag im Fach Chorleitung an der Musikhochschule Freiburg inne.
Die musikalische Nachwuchsarbeit liegt Jonas Pinto besonders am Herzen: Seit 2006 engagiert er sich ehrenamtlich als musikalischer Assistent beim Landesjugendchor Rheinlandpfalz und arbeitete dort mit großem Erfolg mit Dirigenten wie Volker Hempfling, Michael Reif und Jan Schumacher zusammen. Seit 2008 unterrichtet Jonas Pinto als Studienrat das Fach Musik am Wilhelm-Hofmann-Gymnasium in St. Goarshausen am Rhein. Dort leitet er neben dem regulären Musikunterricht das von ihm gegründete Projekt "Musiktheater am WHG".