KV 338 Wohnstift Augustinum

Die Symphonie Nr. 34 C-Dur KV 338 wurde laut Mozarts eigenhändigem Eintrag auf dem Partiturautograph am 29. August 1780 vollendet. Es war das letzte symphonische Werk, welches er in Salzburg komponierte, bevor er sich 1781 in Wien niederließ. Über die genaue Entstehungsgeschichte und verbriefte Aufführungen ist nichts bekannt. Man vermutet, dass die Symphonie bei Mozarts erstem öffentlichem Auftritt in Wien seit seiner „Wunderkindzeit“ am 3. April 1781 in einer Akademie der „Tonkünstler-Societät“ aufgeführt wurde. Eine weitere Aufführung unter Mozarts Leitung vermutet man bei seinem ersten Wiener Augarten-Konzert am 26. Mai 1782.

Das Werk ist dreisätzig angelegt, der Anfang eines Menuett-Satzes, der unmittelbar auf den ersten Satz folgen sollte, wurde im Autograph durchgestrichen und die Fortsetzung offenbar herausgetrennt. Lange Zeit nahm man an, dass Mozart sein 1782 komponiertes Menuett KV 409 in die Symphonie integrieren wollte, von dieser These ist die Musikwissenschaft jedoch wieder abgerückt. Obwohl die Symphonie KV 338 nicht zu den „großen“ Symphonien gehört, steht sie ihnen in ihrer geistreichen Erfindung und meisterhaften Gestaltungskunst in nichts nach. Dem festlichen Eingangssatz folgt ein lyrisches Andante (in welchem als Besonderheit die Bratschen durchweg zweigeteilt spielen), bevor das Werk mit einem äußerst schnellen und virtuosen Finale schließt.

Text: Frank Christian Aranowski



KV 338, Sinfonie Nr. 34 C-Dur
Orchester: Oekumenische Philharmonie
Leitung: Frank Christian Aranowski
Aufnahme am 30. Juli 2017 im Theatersaal des Wohnstift Augustinum Heidelberg

KV 338, Sinfonie Nr. 34 C-Dur
KV 338, Sinfonie Nr. 34 C-Dur, Allegro vivace
KV 338, Sinfonie Nr. 34 C-Dur, Andante di molto più tosto Allegretto
KV 338, Sinfonie Nr. 34 C-Dur, Allegro vivace