Mennonitische Gemeinde Krefeld

Der Kantor und Organist Ingo Hoesch hat für sich die Musik Mozarts endeckt und hat darüber hinaus den Wunsch, auch die „randwerke“ Mozarts (Klaviervariationen, Klavierlieder etc.) zu Gehör zu bringen, da hier wahre Schätze zu heben sind. So entstand die Idee, eine Konzertreihe aus drei Konzerten zu initiieren, die neben Klavierliedern, unbekannten Violinsonaten, die Klaviervariationen Mozarts in den Mittelpunkt stellt. So wurde als „Auftakt“ der Liederabend am 29.9.2019 mit Pia Schwarz aufgezeichnet. Dieser stellt vier Klavierlieder neben eine Solo – Kantate Haydns und dazu drei Variationszyklen. Es folgt ein Klavierabend mit Variationen und einem Cappricio Mozarts (03.11.2018) und am 08.12.2018 ein Abend mit drei Violinsonaten und Variationen Mozarts.



KV 517, „Die Alte“
Solisten: Pia Sophie Schwarz (Mezzosopran), Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 29. September 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 517, „Die Alte“


KV 524, „An Chloe“
Solisten: Pia Sophie Schwarz (Mezzosopran), Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 29. September 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 524, „An Chloe“


KV 180, 6 Variationen über „Mio caro Adone“
Solist: Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 29. September 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 180, 6 Variationen über „Mio caro Adone“


KV 398, 6 Variationen über „Salve tu, Domine“
Solist: Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 29. September 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 398, 6 Variationen über „Salve tu, Domine“


KV 354, 12 Variationen über die Romanze „Je suis Lindor“
Solist: Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 29. September 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 354, 12 Variationen über die Romanze „Je suis Lindor“


KV 530, „Das Traumbild“
Solisten: Pia Sophie Schwarz (Mezzosopran), Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 29. September 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 530, „Das Traumbild“


KV 506, „Lied der Freiheit“
Solisten: Pia Sophie Schwarz (Mezzosopran), Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 29. September 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 506, „Lied der Freiheit“


KV 523, „Abendempfindung“
Solisten: Pia Sophie Schwarz (Mezzosopran), Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 29. September 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 523, „Abendempfindung“



KV 180/354/398 Mennonitische Gemeinde Krefeld

Die sechs Variationen KV 180 stellen das Thema als eigenes Stück vor. Jede Variation ist, genau wie das Thema in sich abgeschlossen. Interpretatorische Freiheit gibt es u. a. in der Entscheidung, alle Wiederholungen oder nur die Erste zu spielen.
Deutlich weiter ist die der Variationszyklus KV 398 – hier gehen die Variationen ineinander über und auch das Thema ist nicht mehr in sich geschlossen. Darüber hinaus gibt es in dieser Variationsreihe das Erste mal eine Moll-Variation. Interessant ist, dass bevor zu Abschluss das Thema im Original wieder erscheint, eine große, sehr freie Variation steht, die eher den Duktus einer improvisierten Solo-Kadenz zeigt. Das ist in den Variationszyklen dieses Abends einmalig. Abgerundet wird dieser Zyklus durch eine Reminiszens an das Thema. Dieser Variationszyklus allerdings verklingt leise... nicht wie die beiden anderen des Abends forsch und frech.
Eine weitere Variationsreihe (KV354) erstreckt sich über 12 Variationen in Es-Dur. Das Thema ist im geraden Rhythmus, wird mannigfältig variiert und figuriert(Thema im Bass, im Sopran), bevor das Thema zum Menuett wird. Auch in dieser Variationsreihe gibt es eine kurze Moll-Variation bevor eine große, träumerische, rhythmisch freiere und verspielte Variation Raum greift. Mit einem „Paukenschlag“ beendet Mozart dieses Werk - eben nicht mir dieser träumerischen „Phantasie“, sondern mit dem Thema im 4/4 Takt und auch nicht im Adagio, sondern in einem forschen, fast polterigen Allegro.


Pia Sophie Schwarz

Pia Sophie Schwarz erhielt ihren ersten Gesangsunterricht bei Ortwin Rave und Kammersängerin Professorin Csilla Zentai. Sie schloss den Bachelor of Music Gesangspädagogik 2014 an der Hochschule für Musik und Tanz Köln ab und im Sommer 2018 beendete sie an der Hochschule für Musik Nürnberg den Bachelor of Music Gesang in der Klasse von Íride Martínez. Zurzeit studiert sie den Master of Music Musiktheater, ebenfalls bei Íride Martínez.
Auf der Opernbühne debütierte Pia Sophie Schwarz im Jahre 2005 in der Kinderoper „Pollicino“ im Globe Theater Neuss sowie beim Musikfestival in Montepulciano in der Rolle des „Waldkauz“. 2009 sang sie im Forum Neuss in Henry Purcells „Dido and Aeneas“ die Titelrolle. 2016 spielte sie die „Kriemhild“ in der Operette „Die Lustigen Nibelungen“ von Oscar Strauss in einer Produktion der HfM Nürnberg unter der Leitung von Guido Johannes Rumstadt. Im Mai 2017 wirkte sie in der szenischen Produktion „Matthäus.Passion“  des Staatstheater Nürnberg und der HFM Nürnberg unter anderem in der Rolle der „Ancilla“ mit. 2018 führte sie im Rahmen ihres Bachelor Abschlusses den „Pierrot Lunaire“ von Schönberg in Nürnberg auf. Konzertant war Pia Sophie Schwarz in den letzten Jahren in Bachs Weihnachtsoratorium sowie in einigen Messen von Mozart und Haydn im Raum Köln, in Düsseldorf, Grevenbroich, Limburg, Neuss und Wenau zu hören. 2015 gab sie Liederabende mit romantischen Liedern in Köln und Xanten. Pia Sophie Schwarz ist seit einigen Jahren Mitglied des „Orpheus Theater“ in Düsseldorf. Im Herbst 2018 wird sie als „Stella“ in Paul Linckes Operette „Frau Luna“ in einer Hochschulproduktion in Nürnberg unter der Leitung von Guido Johannes Rumstadt zu sehen sein.


Ingo Hoesch

Ingo Hoesch, 1972 geboren, begann seine musikalische Ausbildung mit sieben Jahren am Klavier, die Orgel folgte bald. Bereits mit 13 Jahren übernahm er erste kirchenmusikalische Dienste in der Gemeinde Gyhum. Mit 16 leitete er zwei Kirchenchöre (Gyhum bei Zeven, Rhade bei Zeven). Von 1986 an bekam er privaten Klavierunterricht bei Peter Knaak (Dozent an der Bremer Hochschule) sowie Orgelunterricht bei Kantor Herbst (Selsingen) und Kantor Steegen (Bremervörde). Nach seiner kirchenmusikalischen D-Prüfung folgte 1994 seine C-Prüfung bei Martin Bruchwitz. Weitere Studien führten ihn nach Düsseldorf zu Prof. Volker Hempfling, Christoph Schoener und Prof. T. Laux. Im Jahr 2000 machte er sein A-Diplom. Es schlossen sich private Studien bei Prof. Jean Ferard (Conservatoire Royal de Bruxelles) an, während derer er sich ausführlich mit der Musik Grigny´s, Couperins, Durufles und Messiaen beschäftigte.
Von 1992 bis 1995 war Hoesch Kirchenmusiker auf der Nordseeinsel Föhr. Neben der Gottesdienstgestaltung organisierte und spielte er regelmäßig Orgel- und Kammerkonzerte. Von 2001 bis 2011 war er Kreiskantor für den Kirchenkreis Wesermünde-Nord und hier für die musikalische Fachaufsicht zuständig. Seit 2012 ist er als Kantor in der Ev. Kirchengemeinde Meerbusch tätig. Neben seiner Arbeit verfolgt er eine rege Konzerttätigkeit und hat u.a. die gesamten Orgelwerke von Dieterich Buxtehude in sieben Konzerten innerhalb einer Festwoche in Dorum und Holßel aufgeführt und spielte gemeinsam mit Prof. Torsten Laux (vierhändig). Hoesch hat mehrere CDs eingespielt.