Mennonitische Gemeinde Krefeld

Dieses Konzert ist das zweite einer Trias, dass sich der Musik Mozarts widmet - und hier vor allen den Klaviervariationen. Im ersten Konzert (29.09., Liederabend mit Pia Schwarz) wurden drei Variationen eingespielt, das Gros der Variationswerke waren im Klavierabend am 03.11.2018 zu hören. Drei weitere - darunter auch die Variationen über „Morgen kommt der Weihnachtsmann“ - sind im dritten Konzert der Trias am 08.12.2018 enthalten. In diesem Konzert erklingen darüber hinaus drei Violinsonaten von Wolfgang Amadeus Mozart.
Die Kirche der Mennoniten in Krefeld ist aufgrund ihrer guten Akustik ein beliebter Ort für Kammerkonzerte bzw. Klavierabende.



KV 24, Acht Variationen in G über das Lied „Laat ons Juichen Batavieren“ nach Christian Ernst Graf
Solisten: Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 3. November 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 24, Acht Variationen in G über das Lied „Laat ons Juichen Batavieren“ nach Christian Ernst Graf


KV 25, Sieben Variationen in D über das Lied „Wilhelm von Nassau“
Solisten: Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 3. November 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 25, Sieben Variationen in D über das Lied „Wilhelm von Nassau“


KV 353, Zwölf Variationen in Es über das franz. Lied „La belle francoise“
Solisten: Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 3. November 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 353, Zwölf Variationen in Es über das franz. Lied „La belle francoise“


KV 395, Cappricion in C
Solisten: Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 3. November 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 395, Cappricion in C


KV 179, Zwölf Variationen in C über ein Menuett von J. Chr. Fischer
Solisten: Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 3. November 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 179, Zwölf Variationen in C über ein Menuett von J. Chr. Fischer


KV 352, Acht Variationen über das Chorstück „Dieu d´amour“ aus „Le Mariages Samnites“ (A. E. Modeste Gretry)
Solisten: Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 3. November 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 352, Acht Variationen über das Chorstück „Dieu d´amour“ aus „Le Mariages Samnites“ (A. E. Modeste Gretry)


KV 613, Acht Variationen in F über „Ein Weib ist das herrlichste Ding!“ aus dem Singspiel „Der dumme Gärtner“ (Benedikt Schack?)
Solisten: Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 3. November 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 613, Acht Variationen in F über „Ein Weib ist das herrlichste Ding!“ aus dem Singspiel „Der dumme Gärtner“ (Benedikt Schack?)

KV 24 KV 25 Mennonitische Gemeinde Krefeld

Mit den Variationen KV 24 erklingt ein Werk von 1766, also eine Komposition des gerade neun jährigen Mozarts. Er hat sowohl dieses Lied als auch das „Willem von Nassau“ (KV25) in Den Haag oder Amsterdam kennengelernt und die Variationen komponiert. Beide Variationszyklen sind fröhliche, kurzweilige Musik, die auch militärischen Gestus kennen.


KV 353 Mennonitische Gemeinde Krefeld

Das französische Lied „La belle Francoise“ lernte er wohl während seiner Parisreise kennen, komponierte er aber erst in Salzburg oder Wien (1781). Diese Musik schwebt gleichsam unbekümmert, fast naiv daher – nur in der neunten Variation trübt sich die Musik in moll stark ein – aber nur kurz, dann kehrt die Unbekümmertheit der Musik zurück.


KV 395 Mennonitische Gemeinde Krefeld

Das Capriccio in C komponierte er für seine Schwester im Jahr 1778. Dieses Stück erstaunt mit seiner freien Harmonik, seiner Verspieltheit – es hält sich an keine kompositorischen Regeln und wirkt eher wie eine verspielte Improvisation.


KV 179 KV 352 Mennonitische Gemeinde Krefeld

Mit den zwölf Variationen über ein Menuett von J. Chr. Fischer (KV179) hat Mozart einen Satz (Finale) aus einem Oboenkonzert von Fischer bearbeitet. Diesen lernte er in den Niederlanden kennen, hörte ihn aber auch noch öfter in Wien und Salzburg. Ebenfalls in Paris lernte er die Oper Gretrys kennen, aus der er den Marsch „Dieu d´armour“ (Chor) als Vorlage einer Variationsreihe nahm (KV352). Diese komponierte er wahrscheinlich für die Gräfin Rumbeck. Ursprünglich gab es nur die Variationen 1-4/6, Mozart fügte aber später noch drei weitere hinzu.


KV 613 Mennonitische Gemeinde Krefeld

Mit den Variationen KV 613 hat Mozart ein Lied aus einer musikalischen Posse (Schikaneder/Schack) entnommen. Er hörte diese Musik im Sept. 1789. Gedruckt wurden diese Variationen 1791. Es ist einfache, fröhliche und verspielte Musik, manchmal etwas polterig daherkommend, aber immer mit einem Augenzwinkern.


Ingo Hoesch

Ingo Hoesch, 1972 geboren, begann seine musikalische Ausbildung mit sieben Jahren am Klavier, die Orgel folgte bald. Bereits mit 13 Jahren übernahm er erste kirchenmusikalische Dienste in der Gemeinde Gyhum. Mit 16 leitete er zwei Kirchenchöre (Gyhum bei Zeven, Rhade bei Zeven). Von 1986 an bekam er privaten Klavierunterricht bei Peter Knaak (Dozent an der Bremer Hochschule) sowie Orgelunterricht bei Kantor Herbst (Selsingen) und Kantor Steegen (Bremervörde). Nach seiner kirchenmusikalischen D-Prüfung folgte 1994 seine C-Prüfung bei Martin Bruchwitz. Weitere Studien führten ihn nach Düsseldorf zu Prof. Volker Hempfling, Christoph Schoener und Prof. T. Laux. Im Jahr 2000 machte er sein A-Diplom. Es schlossen sich private Studien bei Prof. Jean Ferard (Conservatoire Royal de Bruxelles) an, während derer er sich ausführlich mit der Musik Grigny´s, Couperins, Durufles und Messiaen beschäftigte.
Von 1992 bis 1995 war Hoesch Kirchenmusiker auf der Nordseeinsel Föhr. Neben der Gottesdienstgestaltung organisierte und spielte er regelmäßig Orgel- und Kammerkonzerte. Von 2001 bis 2011 war er Kreiskantor für den Kirchenkreis Wesermünde-Nord und hier für die musikalische Fachaufsicht zuständig. Seit 2012 ist er als Kantor in der Ev. Kirchengemeinde Meerbusch tätig. Neben seiner Arbeit verfolgt er eine rege Konzerttätigkeit und hat u.a. die gesamten Orgelwerke von Dieterich Buxtehude in sieben Konzerten innerhalb einer Festwoche in Dorum und Holßel aufgeführt und spielte gemeinsam mit Prof. Torsten Laux (vierhändig). Hoesch hat mehrere CDs eingespielt.