Mennonitische Gemeinde Krefeld

In verschiedenen Konzerten in diesem Jahr hat Ingo Hoesch nun neben div. Liedern von Wolfgang Amadeus Mozart (mit der Mezzosopranistin Pia Schwarz), div. Violinsonaten (mit dem Geiger Alexander Fröhlich) nun auch die meisten Klaviervariationen und div. andere Klavierwerke für die Homepage der Stiftung eingespielt - die Konzerte fanden dabei entweder in der Pauluskirche Krefeld (Flügel: Bösendorfer Imperial) oder der Mennonitischen Kirche (Flügel: Grotian & Steinweg) in Krefeld statt. Die musikalische Entdecker-Reise durch das musikalische Schaffen Mozarts wird mit weiteren Konzerten (19./20.July, Schloß Hanstein, Ostheim vor der Rhön) und anderen fortgesetzt. Die Musik Mozarts ist so erfrischend und spannend abwechslungsreich, dass sie dazu taugt, einen ein ganzes Leben lang nicht los zu lassen und immer wieder anregt, ihr immer wieder neu zu begegnen.



KV 402, Andante & Fuge einer Sonate in A-Dur
Solisten: Alexander Fröhlich (Violine), Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 8. Dezember 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 402, Andante & Fuge einer Sonate in A-Dur
KV 402, Andante & Fuge einer Sonate in A-Dur, Andante, ma un poco adagio
KV 402, Andante & Fuge einer Sonate in A-Dur, Allegro moderato


KV 408, Marcia KV 408/I
Solist: Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 8. Dezember 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 408, Marcia KV 408/I


KV 372, Erster Satz einer Sonate in B-Dur
Solisten: Alexander Fröhlich (Violine), Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 8. Dezember 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 372, Erster Satz einer Sonate in B-Dur


KV 265, Zwölf Variationen über „Ah, vous dirai-je, Maman“
Solist: Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 8. Dezember 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 265, Zwölf Variationen über „Ah, vous dirai-je, Maman“


KV 403, Sonate in C
Solisten: Alexander Fröhlich (Violine), Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 8. Dezember 2018 in der Mennonitische Gemeinde Krefeld

KV 403, Sonate in C
KV 403, Sonate in C, Allegro moderato
KV 403, Sonate in C, Andante, Allegretto

KV 372, 402, 403 Mennonitische Gemeinde Krefeld

Mit diesen Violinsonaten von Mozart zu hörenden Sonatenfragmente und Sonaten stammen aus einer Zeit des Umbruches in Mozarts Leben. Es war die Zeit des Bruches mit dem Erzbischof Colloredo, Salzburg und die der Umsiedlung nach Wien.
Für Colloredo sollte er für eine „Akademie“ Violinsonaten komponieren, wurde aber erst nach einigem Hin und her als Begleiter des Geigers Brunetti, zugelassen. Aus diesem Grund bleibt die Sonate in B (KV 372) ein Fragment, da die Vollendung aufgrund der Kurzfristigkeit der Zulassung Mozarts als Musiker in der Akademie nicht mehr möglich war. In Wien angekommen, veröffentlichte Mozart einige Violinsonaten um sich bekannt zu machen. Dazu gehörten aber die heute zu hörenden „Fragmente“ KV 372/402 und 403 nicht. Die Historie der Sonate in B KV 372 ist soweit geklärt – für die Fragmente KV 402 / 403 überliefert die Mozartforschung, dass diese Sonaten zu einem Zyklus von Sonaten gehören sollten, die er für seine Frau Constanze (08.1782) komponierte, aber nicht vollendete. Besonders ist dabei das Sonatenfragment KV 402 – ein akkordisch beginnendes Andante, festlich ausgreifend wird gefolgt von einer Fuge, wie Bach oder Händel sie hätte schreiben können. Nun sind Fugen in Mozarts Violinsonaten rar – warum also gerade hier eine Fuge, die in a-Moll steht? Seine Frau Constanze liebte die Fugen Bachs und Händels, Mozart studierte diese Musik intensiv und wollte für seine Frau eben auch Fugen komponieren. So entstand als ein Satz dieses Sonatenfragmentes eine Fuge (vierstimmig).


KV 408 Mennonitische Gemeinde Krefeld

Der Marsch KV 408/I ist der erste einer Sammlung mit drei Märschen. Mozart selber hat von der Orchesterfassung eine Klavierfassung erstellt, um diese feine, festliche Musik auch im häuslichen Rahmen, u. a. auch für Unterrichtszwecke nutzen zu können.


KV 265 Mennonitische Gemeinde Krefeld

Im Rahmen der Klaviervariationen erklingt heute Abend die bekannteste Variationsreihe Mozart (welcher Klavierschüler hat diese nicht – in Auszügen oder ganz) gespielt.... Mozart lernte das Thema (ein Schöpfer / Titel war nicht bekannt) wohl in seiner Pariser Zeit um 1778 kennen – da war dieses Thema schon gut 20 Jahre alt, schrieb es aber zu Unterrichtszwecken erst 1781 (in Wien) nieder. Wir verbinden diese Melodie mit dem Weihnachtslied „Morgen kommt der Weihnachtsmann“.


Alexander Fröhlich

Alexander Fröhlich studierte Violine bei Prof. Wanda Wilkomirska (Musikhochschule Mannheim), Prof .Valery Gradow (Folkwang-Hochschule Essen) und Prof. Vartan Manoogian (University of Wisconsin/Madison). Weitere musikalische Impulse erhielt er auf Meisterkursen bei Prof. Yfrah Neaman und Prof. Viktor Liebermann.
Er war langjähriges Mitglied der „Klassischen Philharmonie Bonn“, der „Sinfonietta Köln“ und des „Rheinischen Kammerorchesters Köln“. Heute unterrichtet er Violine an der Clara-Schumann-Musikschule in Düsseldorf und konzertiert als Kammermusiker.


Ingo Hoesch

Ingo Hoesch, 1972 geboren, begann seine musikalische Ausbildung mit sieben Jahren am Klavier, die Orgel folgte bald. Bereits mit 13 Jahren übernahm er erste kirchenmusikalische Dienste in der Gemeinde Gyhum. Mit 16 leitete er zwei Kirchenchöre (Gyhum bei Zeven, Rhade bei Zeven). Von 1986 an bekam er privaten Klavierunterricht bei Peter Knaak (Dozent an der Bremer Hochschule) sowie Orgelunterricht bei Kantor Herbst (Selsingen) und Kantor Steegen (Bremervörde). Nach seiner kirchenmusikalischen D-Prüfung folgte 1994 seine C-Prüfung bei Martin Bruchwitz. Weitere Studien führten ihn nach Düsseldorf zu Prof. Volker Hempfling, Christoph Schoener und Prof. T. Laux. Im Jahr 2000 machte er sein A-Diplom. Es schlossen sich private Studien bei Prof. Jean Ferard (Conservatoire Royal de Bruxelles) an, während derer er sich ausführlich mit der Musik Grigny´s, Couperins, Durufles und Messiaen beschäftigte.
Von 1992 bis 1995 war Hoesch Kirchenmusiker auf der Nordseeinsel Föhr. Neben der Gottesdienstgestaltung organisierte und spielte er regelmäßig Orgel- und Kammerkonzerte. Von 2001 bis 2011 war er Kreiskantor für den Kirchenkreis Wesermünde-Nord und hier für die musikalische Fachaufsicht zuständig. Seit 2012 ist er als Kantor in der Ev. Kirchengemeinde Meerbusch tätig. Neben seiner Arbeit verfolgt er eine rege Konzerttätigkeit und hat u.a. die gesamten Orgelwerke von Dieterich Buxtehude in sieben Konzerten innerhalb einer Festwoche in Dorum und Holßel aufgeführt und spielte gemeinsam mit Prof. Torsten Laux (vierhändig). Hoesch hat mehrere CDs eingespielt.