d'accord Klassikfestival

Kammerspiele Ansbach: Foto: Zeynel Doenmez

Das Klassikfestival „D'Accord" ist ein Musikfest der anderen Art und verbindet Tradition und Innovation, Bewährtes und Un-Erhörtes zu etwas Neuem und Spannenden. Herausragende junge Musiker aus der ganzen Welt treffen zusammen, um in einer einzigartigen Atmosphäre besondere Programme zu erarbeiten. Dabei stehen künstlerische Qualität und interpretatorische Stringenz ganz oben. Die Ergebnisse dieser konzentrierten Zusammenarbeit werden in Konzertformaten präsentiert, die ausgetretene Pfade konsequent verlassen. Die jungen Profi-Musiker, die „D'Accord – das Klassikfestival“ mit Substanz und Leben füllen, sehen die Vermittlung von Musik als ihre primäre Aufgabe an. Deshalb bilden von den Festivalsolisten abgehaltene Kammermusikworkshops für begabte Nachwuchsmusiker das künstlerische Fundament der Festivalwoche: Die Begeisterung für Kammermusik soll an kommende Generationen weitergegeben werden. Die Musikkultur in der Region wird durch „D'Accord, das Klassikfestival“ bereichert, neues Publikumspotenzial erschlossen.



KV 231, Kanon `Leck mich im Arsch'
Solisten: Martina Ebert (Saxophon), Martina Trumpp, Marketa Janouskova (Violine), Stephan Knies, Kevin Treiber (Viola), Malte Eckardt (Cello)
Aufnahme am 2. Mai 2019 in Ansbach, Kammerspiele

KV 231, Kanon `Leck mich im Arsch'


KV 233, Kanon `Leck mir am Arsch fein recht'
Solisten: Martina Ebert (Saxophon), Marketa Janouskova (Violine), Stephan Knies (Viola)
Aufnahme am 2. Mai 2019 in Ansbach, Kammerspiele

KV 233, Kanon `Leck mir am Arsch fein recht'


KV 561, Kanon `Bona nox, bist a rechta Ox'
Solisten: Martina Ebert (Saxophon), Martina Trumpp, Marketa Janouskova (Violine), Stephan Knies (Viola)
Aufnahme am 2. Mai 2019 in Ansbach, Kammerspiele

KV 561, Kanon `Bona nox, bist a rechta Ox'


KV 562c, Kanon für Quartett
Solisten: Marketa Janouskova, Stephan Kies (Violine), Kevin Treiber (Viola), Malte Eckardt (Cello)
Aufnahme am 3. Mai 2019 in Leutershausen, Lutherhaus

KV 562c, Kanon für Quartett


KV 562e, Trio für Violine, Viola & Cello G-Dur
Solisten: Marketa Janouskova (Violine), Kevin Treiber (Viola), Malte Eckardt (Cello)
Aufnahme am 3. Mai 2019 in Leutershausen, Lutherhaus

KV 562e, Trio für Violine, Viola & Cello G-Dur


KV 596, Sehnsucht nach dem Frühlinge
Solisten: Martina Trumpp (Violine), Korbinian Bubenzer (Cello), Bohumir Stehlik (Klavier)
Aufnahme am 5. Mai 2019 in Wildbad, Rothenburg o.d.T.

KV 596, Sehnsucht nach dem Frühlinge



KV 231 Kammerspiele Ansbach

Leck mich im Arsch ist ein sechsstimmiger Kanon von Wolfgang Amadeus Mozart. Seine Entstehung lässt sich auf das Jahr 1782 datieren. Zu Lebzeiten des Komponisten blieb das Werk ungedruckt, erst seine Witwe Constanze Mozart überließ es dem Leipziger Verlag Breitkopf & Härtel zur Publikation. Dort wurde allerdings der Text in „Lasst froh uns sein“ abgeändert. Der originale Text Mozarts war lange Zeit unbekannt, nur die Anfangsworte waren durch einen Eintrag im Verlagskatalog von Breitkopf & Härtel bekannt. Erst 1991 wurde in der Musikbibliothek der Harvard University ein Druck mit handschriftlich eingetragenen Originaltexten aufgefunden. Die Eintragung stammt zwar von unbekannter Hand, doch da die Texte weiterer Werke Mozarts in diesem Druck mit als authentisch erwiesenen Quellen übereinstimmen, wird dem Fund ein hohes Maß an Authentizität zugeschrieben. Der Kanon erhielt die Köchelverzeichnis-Nummer 231. Seit der dritten Auflage von 1937 trägt er dort die Nummer 382c und wurde so in einer Gruppe mit mehreren Kanons und kleineren Gelegenheitswerken, darunter auch Leck mir den Arsch fein recht schön sauber KV 382d, zusammengefasst.


KV 233 Kammerspiele Ansbach

Leck mir den Arsch fein recht schön sauber KV 233 (382d) ist ein dreistimmiger Kanon, der lange Zeit Wolfgang Amadeus Mozart zugeschrieben wurde. Das Werk wurde zusammen mit anderen Kanons von Mozart nach seinem Tod von seiner Witwe Constanze an seinen Verlag geschickt und daher Mozarts Werken zugerechnet. Der Kanon wurde erstmals im Jahr 1800 vom Leipziger Verlag Breitkopf & Härtel unter Mozarts Namen veröffentlicht. Wie der Musikwissenschaftler Wolfgang Plath 1988 nachweisen konnte, stammt die Komposition in Wirklichkeit von Wenzel Trnka von Krzowitz (1739–1791)[2] und trug ursprünglich den Titel „Tu sei gelosa, è vero“. Die skatologische Textunterlegung stammt vermutlich von Mozart.


KV 561 Kammerspiele Ansbach

Bona nox! bist a rechta Ox, KV 561, ist ein vierstimmiger Kanon in A-Dur mit Text und Musik von Wolfgang Amadeus Mozart. Er wurde 1804 als CANON VI. im Cahier XVI. der Oeuvres complettes von Breitkopf & Härtel verlegt, dort bereits in der vollständig umgeschriebenen Version. Es ist – als „obszöner Kanon in A-Dur“ – eines der am längsten und häufigsten zensurierten Musikstücke der Geschichte.


KV 562c Lutherhaus Leutershausen

Mozart Kanons, nimmt man die Skizzen und Fragmente hinzu, sind zahlreich. Neben den sehr humoristischen Kanons mit Text, die nicht nur im krassen Gegensatz zur Strenge der Form stehen, sondern zudem häufig alles andere als "stubenrein" sind, schrieb er auch instrumentale Kanons für beliebige Besetzungen wie den Kanon KV 562c.


KV 562e Lutherhaus Leutershausen

Mozarts Divertimento, KV 563, für Streichtrio ist sein längstes Kammermusikwerk. Die Gattung des Streichtrios begann damals erst langsam, in den Angeboten der Musikverlage und in handschriftlichen Stimmenkopien an Bedeutung zu gewinnen. Offenbar dachte Mozart bei der Komposition auch an diese Verbreitungsmöglichkeiten. Leider beendete Mozart das wunderbare Trio KV 562e nie, die etwas weiter als bis zur Exposition ausgeschrieben wurde.


KV 596 Wildbad Rothenburg o.d.T.

Mit dem Titel Fritzchen an den May hat der Dichter, Jurist und spätere Bürgermeister der Stadt Lübeck Christian Adolph Overbeck (1755–1821) mit 21 Jahren eines der bekanntesten Frühlingslieder verfasst. Zum ersten Mal vertont wurde das Gedicht 1777 von G. H. L. Wittrock. Bis 1849 folgten sechs weitere Kompositionen, darunter eine Komposition von Robert Schumann unter dem Titel Mailied (op. 79,9


Korbinian Bubenzer

Korbinian Bubenzer wurde 1993 in Ulm geboren und erhielt seinen ersten Cellounterricht mit 6 Jahren. Zu seinen Lehrern gehörten Hanno Simons (BR-Symphonieorchester) und Thomas Grossenbacher. Seit Herbst 2013 setzt Korbinian Bubenzer sein Studium bei Prof. Troels Svane in Berlin und Lübeck fort. Weitere künstlerische Impulse erhielt er durch Unterricht und Meisterkurse bei Maximilian Hornung, Christian Proske, Martin Ostertag und Wolfgang Boettcher und Natalia Gutman. Er war Mitglied im Bayerischen Landesjugendorchester und dem Bundesjugendorchester. Auch im Gebiet der historischen Aufführungspraxis konnte Korbinian Bubenzer viel Erfahrung sammeln. So hatte er die Möglichkeit mit Spezialisten für alte Musik wie Ton Koopman, Raphael Alpermann und Hans-Jürgen Schnoor zu arbeiten. Außerdem hat er regelmäßige Soloauftritte mit Orchester und gibt Konzerte mit Kammermusikensembles in Deutschland und dem europäischen Ausland, wie zum Beispiel dem Menuhin Festival Gstaad in der Schweiz.
Korbinian Bubenzer war in der Solowertung „Jugend musiziert“ erster Bundespreisträger. Derzeit hat Korbinian Bubenzer in der Saison 2018/19 einen Zeitvertrag beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Er spielt ein Cello aus der Pariser Geigenbauwerkstatt von Stephan von Baehr aus dem Jahre 2013.


Martina Ebert

Martina Ebert, Foto: Hanspeter Kissinger

Martina Ebert studierte Schulmusik in Weimar und Klassisches Saxophon in Detmold, wo sie 2017 mit Konzertexamen abschloss. Seit 2013 ist sie Dozentin an der Berufsfachschule für Musik in Dinkelsbühl.


Malte Eckardt

Der Cellist Malte Eckardt, wurde in München geboren und begann schon in jungen Jahren mit dem Cellospiel. Er wurde zunächst von Peter Close-Saßmannshaus, später von Clemens Weigel und Yves Savary unterrichtet. Sein Studium führte ihn an die Hochschule für Musik Würzburg, wo er bei Prof. Niklas Eppinger und Prof. Helmar Stiehler studierte. Wichtige musikalische Impulse erhielt er außerdem von Prof. Zvi Plesser (Israel) und von Prof. Reto Bieri, sowie auf Meisterkursen u.a. bei Wen-Sinn Yang, Natalia Gutman, Pieter Wispelwey und dem Juilliard String Quartett.
Malte Eckardt ist ein leidenschaftlicher Kammermusiker und Pädagoge. Er ist Mitglied des Celloquartetts Cello'n'Coffee und spielte im Philharmonischen Orchester Würzburg und regelmäßig beim Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz, München. Malte Eckardt spielt auf einem Johannes-Georgius-Leeb-Cello aus dem Jahre 1802.


Marketa Janouskova

Marketa Janouskova, Foto: Hanspeter Kissinger

Marketa Janouskova ist eine tschechische Geigerin, die vor allem im Ausland tätig ist. Dank vielen Auszeichnungen bei Wettbewerben und erfolgreichen Soloauftritten bei tschechischen sowie internationalen Festivals ist sie eine gefragte Solistin, Kammermusikerin und Lehrerin. Sie ist Mitglied des Pálení?ek Klaviertrios, der Kammerformation La Rêverie, des Kammerprojekts Goldberg Variationen unter dem Patronat der Maltesischen Philh armonie, leitendes Mitglied der Hulacourt Chamber Soloist, und Solistin des eigenen Projekts FolkloreClassic, in dessen Rahmen sie mit einer Zimbelmusik zusammenarbeitet. Sie lebt in Berlin.


Stephan Knies

Stephan Knies studierte Violine, Viola und Dirigieren in München, Dublin, Würzburg, London und Barcelona.
Als Solist spielt er weltweit u.a. in Russland, Irland, Ungarn, auf großer Chinatournee, mit Sarasate Zigeunerweisen, Mozart, Berg Violinkonzert, Lalo Symphonie Espagnole u.v.m.. Als Orchestermusiker war er über mehrere Jahre Solobratscher beim Netherlands Symphony Orchestra in Enschede - nun spielt er regelmäßig bei Orchestern wie dem Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks und der Staatskapelle Weimar. Crossover-Projekte bringen ihn auf die Bühne z.B. mit Deep Purple, David Garrett, Jamiroquai. Mit seinem Klaviertrio hat er u.a. die erste Aufnahme an Richard Wagners Èrard-Flügel von 1858 eingespielt.
Stephan gibt regelmäßig Kurse für Kammermusik (u.a. an der Musikhochschule in Riga/Lettland, Landesmusikakademie NRW).

 

Bohumir Stehlik

Bohumir Stehlik

Der Tscheche Bohumir Stehlík ist einer der führenden Pianisten seiner Generation. Er studierte an der Musikhochschule in Prag bei Irina Kondratenko und Frantisek Maly und er erhielt seinen Master am Edsberg Music Institute, Teil der Königlichen Musikhochschule Stockholm, bei Mats Widlund. Weiterhin studierte er Dirigieren bei Jiri Smutny. Er gewann zahlreiche Preise bei internationalen Musikwettbewerben wie "Virtuosi per Musica di Pianoforte", "Concertino Praga", „Stockholm International Music Competition“, „Yamaha Scholarship Award“, “Chieri International Music Competition Citta di Chieri", “Salieri-Zinneti Chamber Music Competition“, „ProMusicis International Award“ in Frankreich, „ISA Open Awards“ in Österreich. Aufgrund seiner Leidenschaft für Kammermusik konzertiert er regelmäßig bei Musikfestivals in ganz Europa und gibt Meisterkurse. Er unterrichtet an der Janácek Academy of Music and Performing Arts in Brno and dem Music College Ingesund - University of Karlstad und nimmt regelmäßig für das tschechische Radio auf.

 

Kevin Treiber

Kevin Treiber wurde 1992 in Taiwan geboren und wuchs in Frankfurt am Main auf. Er wirkte bei bedeutenden Festivals mit wie dem Rheingau Musikfestival, Heidelberger Frühling, Festival d'Aix-en-Provence, Mozartfest Würzburg, sowie den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern. Tourneen führten ihn nach Frankreich, Österreich, Schweiz, Niederlande, Japan, Indien und China.
Er spielte bei Rundfunkübertragungen im SWR, NDR, DeutschlandRadio Kultur, sowie Fernsehübertragungen im ZDF, NDR Fernsehen und ARTE. Als Solist debütierte Kevin mit den Jenaer Philharmonikern, der Akademie Ensemble Modern, dem Wendland-Sinfonieorchester, dem Orchester der Kala Academy Goa in Indien. Er war Mitglied des Quartet Berlin-Tokyo, mit dem er u.a. in Japan und in der Berliner Philharmonie konzertierte. Außerdem war er Gründungsmitglied des vision string quartet, mit dem er bei allen renommierten Festivals konzertierte. Weitere namhafte Kammermusikpartner waren u.a. Jörg Widmann, Marie-Pierre Langlamet, István Várdai, Alexander Sitkovetsky und Guy Ben-Ziony. Kevin wurde unterrichtet von Máté Szücs, 1. Solobratschist der Berliner Philharmoniker, studierte bei Prof. Nimrod Guez an der Hochschule für Musik Würzburg und bei Prof. Barbara Westphal an die Musikhochschule Lübeck. Er ist Mitglied des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg.

 

Martina Trumpp

Martina Trumpp

Martina Trumpp spielte solistisch mit Orchestern wie den Düsseldorfer Symphonikern, dem Wiener Kammerorchester, dem Kurpfälzischen Kammerorchester, der Klassikphilharmonie Hamburg, dem Georgischen Kammerorchester u.a. im Konzerthaus Stockholm, im Konzerthaus Wien, der Laeiszhalle Hamburg. 2019 stehen die Violinkonzerte von Max Bruch (Schottische Fantasie Op. 46 und Konzert g-Moll Op. 26), Tchaikovsky, Mozart (A-Dur), Brahms, Mendelssohn und Vivaldi (Jahreszeiten) u.a. in Kolumbien, Mainz und der Nürberger Meistersingerhalle auf dem Programm.
Sie erhielt zahlreiche Preise und Stipendien wie den ersten Bundespreis bei „Jugend musiziert“, den Kulturpreis der Stadt Ansbach, den „Wolfram-von-Eschenbach Förderpreis“ Frankens und war Preisträgerin des "Premio Rodolfo Lipizer".
Martina studierte bei Conrad von der Goltz und Herwig Zack in Würzburg, Ingolf Turban und Ana Chumachenco in München, bei Salvatore Accardo in Cremona und bei Philippe Graffin in Brüssel.
Außerdem studierte sie Mathematik, Musikwissenschaft und Pädagogik und unterrichtete an der Universität Würzburg und als Hauptfachdozentin für Violine an der Musikhochschule Trossingen. Sie ist Leiterin des D'Accord, das Klassikfestival, das 2014 eine sehr erfolgreiche Premiere erlebte, sowie künstlerische Leiterin der "Schubertiade Schloss Eyb".