Schloß Hanstein

Das Stadtbild in Ostheim wird von der beeindruckenden Kirchenburg, der Lichtenburg, schönen alten Bürgerhäusern und nicht zuletzt von zahlreichen kleinen Stadtschlössern geprägt. Das schönste darunter, das Hansteinsche Schloss, konnte 1988 mit finanzieller Unterstützung des Freistaates Bayern grundlegend saniert werden, mit der Auflage für die Stadt Ostheim, darin ein Museum zu betreiben.
Nach der Grenzöffnung suchten Bürgermeister und Stadtrat von Ostheim nach neuen Museumsideen - das „Thüringen-Museum“ war durch die politischen Ereignisse inhaltlich überholt - um die Nutzungsauflagen der Schlossrestaurierung zu erfüllen. Mit der seit über 400 Jahren in Ostheim nachweisbaren Kunst des Orgelbauens wurde ein technischer und künstlerischer „Inhalt“ von internationaler Bedeutung gefunden.
Zusammen mit den beiden Ostheimer Orgelbaumeistern Horst und Günter Hoffmann und mit KMD Jürgen-Peter Schindler, einem engagierten Musiker und kompetenten Organologen, wurde ein Museumskonzept entwickelt, das noch heute Gültigkeit hat. Forschergeist und fachliche Kompetenz begeisterten hochkarätige Fachleute, die zur Mitarbeit im Museum gewonnen werden konnten. Die weltweit einzigartigen Rekonstruktionen zweier mittelalterlicher Orgeln sind dieser Begeisterung für historische Instrumente zu verdanken. Die Instrumenten- und Orgelteilesammlung der Ostheimer Orgelbaufamilien Hoffmann und Markert bildete die Grundlage für den Aufbau des Orgelbaumuseums, dessen Bestand kontinuierlich erweitert und verbessert wurde. Neben vielfältigen Orgelexponaten stellte die Familie Hoffmann zwei historische Orgelmacher-Werkstätten zur Verfügung. Mit interessanten Themen wie „Die Orgel und der Wein“, vielen Orgelpfeifen, die auch von den Besuchern selbst zum Klingen gebracht werden können, und Museumskonzerten wurde ein „lebendiges & klingendes Museum“ geschaffen. Am 18. April 1993 wurde das "Orgelbaumuseum Schloss Hanstein" offiziell eröffnet.
Im November 1993 wurde der Verein Thüringen Museum e.V. gegründet. Der Verein sollte den Betrieb des Thüringen Museums, das in der Trägerschaft der Landsmannschaft Thüringen e.V. lag, sicherstellen. 1994 wurde es durch die Anstellung einer künstlerisch-wissenschaftlichen Fachkraft möglich, Führungen und Konzerte anzubieten, die seither weit mehr als 150.000 Besucher begeistert haben. Die Trennung von der Thüringer Landsmannschaft erfolgte im Jahr 2000 mit der Gründung des heutigen Trägervereins "Orgelbaumuseum Schloss Hanstein e.V." Europäische Fördermittel aus dem Programm Leader +, Unterstützung des Freistaats Bayern, des Bezirks Unterfranken, des Landkreises Rhön-Grabfeld und der Stadt Ostheim ermöglichten in den Jahren 2006–2008 eine grundlegende Neupräsentation der Sammlung, die ihrer internationalen Bedeutung gerecht wird.
(Quelle: Homepage (Startseite) des Museums „Schloß Hanstein“, in Teilen gekürzt)

Zu den Konzerten:
Die Aufnahmen der Konzerte fanden im Rahmen von zwei Konzerten statt, die auf Initiative und Wunsch von Jörg Schindler Schwabedissen Realität wurden. Aufgrund von intensiven Kontakten wurde er auf ein Konzertprogramm aus dem letzten Jahr aufmerksam, dass eine Sängerin und ich in der Mennonitischen Kirche in Krefeld gegeben habe (Mozart & Haydn). Auf seine Initiative wurde ein Termin gefunden und vereinbart. Das besondere aber, weswegen dieses Programm für das Orgelbaumuseum gewünscht wurde, war, dass im Orgelbaumuseum ein Tafelklavier von 1804 steht, dass original erhalten ist. Über den Klavierbauer Toefling ist leider wenig bekannt - ebenso gibt es auch nur noch sehr wenige erhaltene, geschweige denn, im Originalzustand erhaltene Instrumente. Da bildet das Klavier im Orgelbaumuseum eine wunderbare Ausnahme, denn es ist tatsächlich noch original - keine neuen Saiten, keine neuen Mechanik und auch der Resonanzboden ist nicht erneuert worden. Insofern bietet es eine einzigartige Möglichkeit die Musik des späten 18 Jahrhunderts auf einem Instrument erklingen zu lassen, das aus dieser Zeit entstammt. Für die weiteren Aufnahmen wurde eine Hausorgel von Dr. Supper aus den 1940ger Jahren genutzt. Diese stellt einen frühen Versuch dar, nach der langen Phase, in der viele wertvolle historische Orgeln (aus dem 16./17.Jahrhundert) „romantisiert“ wurden, wieder ein „barockes“ Klangbild in einem kleinen Instrument zu verwirklichen. Dieser frühe Versuch hat dankbarer weise den Krieg überstanden und nun seinen Platz in der Sammlung des „Orgelbaumuseum Schloß Hanstein“ gefunden.

 


KV 53, Lied für Sopran & Klavier `An die Freude'
Solisten: Ingo Hoesch (Orgel)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 53, Lied für Sopran & Klavier `An die Freude'


KV 153, Fugenfragment c-Moll-Dur
Solisten: Ingo Hoesch (Orgel)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 153, Fugenfragment c-Moll-Dur (6 Takte)
KV 153, Fugenfragment c-Moll (VE Ingo Hoesch)
KV 153, Fugenfragment Es Dur (26 Takte)
KV 153, Fugenfragment Es-Dur (vollendet von Simon Sechter)


KV 154, Fugenfragment g-Moll
Solisten: Ingo Hoesch (Orgel)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 154, Fugenfragment g-Moll (unvollendet)
KV 154, I G-Dur (Fuge)
KV 154, II D-Dur (Fuge)
KV 154, Fuge g-Moll (vollendet)


KV 225, Kirchensonate A-Dur
Solisten: Ingo Hoesch (Orgel)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 225, Kirchensonate A-Dur


KV 255, Rezitativ & Arie für Alt `Ombra felice'
Solisten: Tanja Heesen Nauroth (Mezzosopran), Ingo Hoesch (Orgel)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 255, Rezitativ & Arie für Alt `Ombra felice'


KV 343, 2 deutsche Kirchenlieder
Solisten: Tanja Heesen Nauroth (Mezzosopran), Ingo Hoesch (Orgel)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 343, 2 deutsche Kirchenlieder I
KV 343, 2 deutsche Kirchenlieder II


KV 350, Klavierlied `Schlafe mein Prinzchen'
Solisten: Tanja Heesen Nauroth (Mezzosopran), Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 350, Klavierlied `Schlafe mein Prinzchen'


KV 399, Ouvertüre & Fuge C-Dur
Solisten: Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 399, Ouvertüre & Fuge C-Dur


KV 460, 8 Variationen für Klavier `Come un agnello'
Solisten: Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 460, 8 Variationen für Klavier `Come un agnello'


KV 468, Klavierlied `Die ihr einem neuen Grade'
Solisten: Tanja Heesen Nauroth (Mezzosopran), Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 468, Klavierlied `Die ihr einem neuen Grade'


KV 473, Klavierlied `Wie Sanft, wie ruhig'
Solisten: Tanja Heesen Nauroth (Mezzosopran), Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 473, Klavierlied `Wie Sanft, wie ruhig'


KV 474, Klavierlied `Der Reiche Tor'
Solisten: Tanja Heesen Nauroth (Mezzosopran), Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 474, Klavierlied `Der Reiche Tor'


KV 529, Klavierlied `Es war einmal'
Solisten: Tanja Heesen Nauroth (Mezzosopran), Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 529, Klavierlied `Es war einmal'


KV 531, Klavierlied `Die kleine Spinnerin, Was spinnst du?'
Solisten: Tanja Heesen Nauroth (Mezzosopran), Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 531, Klavierlied `Die kleine Spinnerin, Was spinnst du?'


KV 574, Gigue für Klavier g-Moll
Solisten: Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 574, Gigue für Klavier g-Moll


KV 597, Klavierlied `Erwacht zum neuen Leben'
Solisten: Tanja Heesen Nauroth (Mezzosopran), Ingo Hoesch (Orgel)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 597, Klavierlied `Erwacht zum neuen Leben'


KV 598, Klavierlied `Wir Kinder'
Solisten: Tanja Heesen Nauroth (Mezzosopran), Ingo Hoesch (Klavier)
Aufnahme am 20./21.07.2019 im Orgelbaumuseum des Schloß Hanstein, Ostheim vor der Röhn

KV 598, Klavierlied `Wir Kinder'



KV 53 Schloß Hanstein

Mozart beschäftigte sich zeitweise sehr intensiv mit Fugenkompositionen Johann Seb. Bachs – auf der einen Seite, weil Fugen grad wieder „in“ waren, aber auch weil das „Nannerl“ die Fugen des Wohltemperierten Klaviers faszinierend fand und Wolfgang anhielt Fugen für Sie zu schreiben. So entstanden unter anderem diese Fragmente. Das Fragment der Fuge g-Moll (KV 154) umfasst 30 Takte und bricht dann ab. Das Thema ist stark chromatisch geprägt. Eine spätere Vollendung (durch Schüler etc.) gibt es nicht.

Die beiden Fugenfragmente KV 153 (Es-Dur) beinhalten eine dreistimmige Fuge, welche nach 26 Takten abbricht. Neben diesem Fragment besteht eine Vollendung durch Simon Sechter. Beide Fassungen erklingen.

Von der zweiten Fuge (vermutlich zweistimmig) existieren nur sechs Takte. Diese Fuge ist stark an die erste Fuge und das Fugenfragment KV 154 angelehnt – das erste Thema (Bass) ist chromatisch, das zweite (auftaktig, Quartsprung) klingt stark nach dem Thema des ersten Fragments KV 153. Dieses Fugenfragment endet nach sechs Takten....

 

KV 225 Schloß Hanstein

Mozart hat in seiner Tätigkeit als Musiker, der auch verantwortlich war für die Musik im Salzburger Dom, div. sogenannte „Kirchen“,- oder „Epistelsonaten“ geschrieben. Diese waren als Musiken zwischen den Lesungen gedacht und daher in Länge und Form beschränkt. Die späten Sonaten 224 / 225 sind eher untypisch für den späten Stil der Epistelsonaten – Mozart verzichtet hier auf eine konzertante Orgel und beschränkt die Orgel auf das Continuospiel (Generalbass). Diese Funktion teilt sich die Orgel mit Cello und Fagott. Dazu gesellen sich zwei Violinen. Aufgrund dieser klaren trioartigen Fraktur ist es kein Problem, diese wunderbare Musik auf der Orgel darzustellen.

 

KV 255 Schloß Hanstein

Das Rezitativ „Ombra felice – Io ti Lascio“ KV 255 hat Mozart in Salzburg, 1776 für den Altkastraten Francesco Fortini komponiert. Der Text ist dem Drama per musica „Arsace“ von G. d Gammera entnommen. In diesem Drama geht es darum, das König Medonte seine Vermählung mit Selene vorbereitet, aber erfahren muss, dass diese Gefühle für seinen Feldherrn Arsace hegt, der Selene liest. Medonte spielt aber ein falsches Spiel – erst erklärt er zugunsten von Arsace seinen Verzicht, lässt dann aber Selene verhaften und zur Hinrichtung in den Tempel bringen. Arsace stürzt herein, um Selene zu retten, wird aber ebenfalls verhaftet. Der Moment der Trennung für immer ist gekommen. In diesem Moment singt Arsace dieses Rezitativ mit Arie:

„Glücklicher Schatten – ich werde zurückkommen, um Dich wieder zu sehen –
Öffne Deine schönen Augen – ach, tröste wenigstens in diesem Augenblick mit einem
Mitleidvollen Blick den treuen Geliebten – reiche mir Deine rechte – gib mir ein letztes
Unterpfand deiner Liebe – ah ! – dass mich meine Standhaftigkeit nicht verlässt!
Ich verlasse Dich jetzt,, und weiß nicht, ob dieses Lebewohl nicht das letzte ist...
Ach, wer weiß, meine schöne Angebetete, ob ich Dich jemals wiedersehen werde.
Ich komme...O Himmel! ... Ach lass ... O Schmerz!... Nur für Dich allein, mein Liebes,
bin ich in Furcht.... Wer hat schrecklichere Qualen durchgemacht, gerechte Götter.....

 

KV 399 Schloß Hanstein

Mozart hat sich Zeit seines Lebens intensiv mit den Kompositionen alter Meister, Bach, Händel etc., auseinandergesetzt und diese auch bearbeitet – denken wir nur an die Mozartsche Fassung des Messias von Händel. So wundert es nicht, dass er Werke schreibt, die diesen Vorbildern sehr nah sind, wie die Ouvertüre und Fuge in C-Dur für Klavier KV 399. Die Ouvertüre prägen scharf punktierte Rhythmen und eine auf zwei Klaviaturen angelegte Terrassendynamik. Damit ist die Ouvertüre für die Orgel geschaffen. Die Fuge ist geprägt von Tonrepetitionen und Figurationen, die sehr an Fugen von Dieterich Buxtehude oder Fugen anderer norddeutscher Barockkomponisten angelehnt.
Unter wenigen unvollendeten Werken Mozarts findet sich die Suite C-Dur, die nach dem Vorbild der barocken Musik von J. S. Bach und G. F. Händel komponiert wurde. In den 80er Jahren des 18. Jahrhunderts nahm in Wien das Interesse an der älteren Musik etwas zu, und Mozart beschäftigte sich mit ihrem Stil. Der Aufbau der Suite erinnert stark an die Suiten von Händel – mit majestätischen ersten Sätzen, die auch einen fugierten Abschnitt enthalten (bei Mozart – Grave und Fuge). Aus den übrigen typischen Sätzen der Suite sind nur Allemande und Courante überliefert worden. Anscheinend war für den Komponisten die Arbeit an diesem Werk mehr eine Art Versuch, in diesem Stil zu komponieren, eine Übung also, die er mittendrin einfach unterbrach.

 

KV 460 Schloß Hanstein

Mozart´s Variationen in A-Dur über „Come un agnello“ entstammen einer Oper des Guiseppi Sarti (1729-1802). Das Sujet der Oper ist Goldonis „Le nozze“, und ist ein großes Verwirrspiel um Liebe und Beziehungen, wie Mozart es in „Don Giovanni“ vorstellt. Sartis Oper heißt bezeichnenderweise „Frau i due litiganti il terzo gode“ (Wenn zwei sich streiten freut sich der Dritte). Die Arie „Come ...“ singt der Gärtner.

 

KV 574 Schloß Hanstein

Diese kleine Gigue komponierte Mozart in Leipzig 1789. Sie ist eine Hommage an die Gigue´s, die J. Seb. Bach in seinen Suiten (sowohl franz. Suiten, als auch englische Suiten) komponiert hat. Aber auch G. Fr. Händel könnte für die Gigue Pate gestanden haben – auch er hat viele Suiten geschrieben, die mit einer Gigue enden – das Thema und der kompositorische Aufbau dieses kurzen Stückes erinnern in der Struktur aber ehr an Händel – vor allem der Bordunbass am Ende und die „Vortäuschung“ einer dreistimmigen Fuge.

 

Tanja Heesen Nauroth

studierte an der RSH Düsseldorf und an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln Kirchenmusik (A-Examen). Ihre sängerische Ausbildung bekam sie durch H. D. Saretzki, Helena Bajew, Henner Leyhe und Barbara Spiess.
Neben ihrer kirchenmusikalischen Tätigkeit, engagiert sich T. H.-Nauroth in dem von ihr gegründeten Ensemble „Meine Schönen - a singing affair“ (Musikkabarett), sowie als Chorleiterin (Rheinischer Mottetenchor) und als Leiterin eines Opernprojektes (Zauberflöte, Don Giovanni, Hänsel & Gretel etc.). Intensiv engagiert sie sich im sozialen Bereich, so leitete sie bis 2019 die „Kinder & Jugendakademie“ in Bergisch Gladbach und das soziale Netzwerk „Stadtmitte Bergisch Gladbach“.

Ingo Hoesch

Ingo Hoesch, 1972 geboren, begann seine musikalische Ausbildung mit sieben Jahren am Klavier, die Orgel folgte bald. Bereits mit 13 Jahren übernahm er erste kirchenmusikalische Dienste in der Gemeinde Gyhum. Mit 16 leitete er zwei Kirchenchöre (Gyhum bei Zeven, Rhade bei Zeven). Von 1986 an bekam er privaten Klavierunterricht bei Peter Knaak (Dozent an der Bremer Hochschule) sowie Orgelunterricht bei Kantor Herbst (Selsingen) und Kantor Steegen (Bremervörde). Nach seiner kirchenmusikalischen D-Prüfung folgte 1994 seine C-Prüfung bei Martin Bruchwitz. Weitere Studien führten ihn nach Düsseldorf zu Prof. Volker Hempfling, Christoph Schoener und Prof. T. Laux. Im Jahr 2000 machte er sein A-Diplom. Es schlossen sich private Studien bei Prof. Jean Ferard (Conservatoire Royal de Bruxelles) an, während derer er sich ausführlich mit der Musik Grigny´s, Couperins, Durufles und Messiaen beschäftigte.
Von 1992 bis 1995 war Hoesch Kirchenmusiker auf der Nordseeinsel Föhr. Neben der Gottesdienstgestaltung organisierte und spielte er regelmäßig Orgel- und Kammerkonzerte. Von 2001 bis 2011 war er Kreiskantor für den Kirchenkreis Wesermünde-Nord und hier für die musikalische Fachaufsicht zuständig. Seit 2012 ist er als Kantor in der Ev. Kirchengemeinde Meerbusch tätig. Neben seiner Arbeit verfolgt er eine rege Konzerttätigkeit und hat u.a. die gesamten Orgelwerke von Dieterich Buxtehude in sieben Konzerten innerhalb einer Festwoche in Dorum und Holßel aufgeführt und spielte gemeinsam mit Prof. Torsten Laux (vierhändig). Hoesch hat mehrere CDs eingespielt.