KV 314 Christuskirche Leverkusen

Das Konzert C-Dur für Oboe und Orchester, KV314 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart im Jahr 1777 für den Oboenvirtuosen Giuseppe Ferlendis (1755-1810), der um diese Zeit eine Anstellung in der fürstbischöflichen Hofkapelle in Salzburg innehatte.
Interessant ist eine Stelle im Finale, einem quirligen Rondo, das an Haydn erinnert. Da verarbeitet Mozart einen Einwurf zu einem dreistimmigen Kontrapunkt. Das Thema dieses Satzes erinnert an Blondchens Arie "Welche Wonne, welche Lust" aus der "Entführung aus dem Serail". Noch im gleichen Jahr reiste Mozart mit seiner Mutter nach Paris. Unterwegs lernte er in Mannheim einen Liebhaberflötisten, den Holländer Ferdinand Dejean, kennen, der die Komposition von drei Flötenquartetten und zwei Konzerten in Auftrag gab. Mozart erleichterte sich diese Aufgabe etwas, indem er das Oboenkonzert nach D-Dur transponierte und die Oboe durch die Flöte ersetzte - fertig war das Flötenkonzert KV 314.



KV 314, Konzert für Oboe und Orchester C-Dur
Orchester: Kammerorchester Leverkusen
Solist: Sophia Hegewald (Oboe)
Leitung: Gabriele Nußberger
Aufnahme am 26. Mai 2019 in der ev. Christuskirche, Leverkusen-Wiesdorf

KV 314, Konzert für Oboe und Orchester C-Dur
KV 314, Konzert für Oboe und Orchester C-Dur, Allegro aperto
KV 314, Konzert für Oboe und Orchester C-Dur, Adagio non troppo
KV 314, Konzert für Oboe und Orchester C-Dur, Rondo: Allegretto