KV 310 St. Johannis Karlstadt

Das Schema der Sonatenform, dessen Entwurf aus dem frühen 19. Jahrhundert stammt, ist von Mozarts Werken, vor allem den Klaviersonaten, nicht abstrahiert worden.
Selbständig und prägnant sind Mozarts melodische Gedanken, die tragende Bedeutung der tonalen Struktur auf der Hand liegend. Mozart transformiert seine Themen vor allem in Coda und Reprise, sein erster Satz ist reich an internen Beziehungen. Im Gegensatz zu Beethoven scheint Mozart seine Gedanken nicht lange bei sich zu tragen, und dennoch ist die zugrunde liegende Idee jeden Satzes übersprudelnd an Ideenreichtum, Verknüpfung der Überraschungen und Ästhetik. Mir erscheint stets, als halte Mozart noch eine besondere Wendung in der Hinterhand, die erst zum Schluss aufleuchtet.
Text: Ann-Helena Schlüter


KV 310, Klavier-Sonate a-moll
Solisten: Ann-Helena Schlüter (Klavier)
Aufnahme am 28. Februar 2015 in der Kirche St. Johannis, Karlstadt

KV 310, Klavier-Sonate a-moll
KV 310, Klavier-Sonate a-moll, Allegro
KV 310, Klavier-Sonate a-moll, Andante espressivo
KV 310, Klavier-Sonate a-moll, Presto



KV 310, Klavier-Sonate a-moll
Solisten: Markus und Pascal Kaufmann (Klavier)
Aufnahme im Restaurant Flemming des Klinkum Chemnitz am 16.05.2011
KV 310, Klavier-Sonate a-moll, Allegro meastoso