KV 550 Berg.Gladbach ev. Kirche Zum Frieden Gottes

in der ev. Kirche Zum Frieden Gottes, Berg. Gladb. Heidkamp

Im Rahmen des Max-Bruch-Festivals hatte das Kammerorchester Bergisch Gladbach e.V. unter Leitung seines neuen Dirigenten, Dr. Roman Salyutov, zu einer musikalischen Reise vom Hochbarock bis in die Blütezeit der Wiener Klassik eingeladen.
Im Konzert am 14. April in der evangelischen Kirche „Zum Frieden Gottes“ erklangen Werke von G. F. Händel, J. Haydn und W. A. Mozart. ..... und ließen sich in Mozarts Symphonie No. 40 g-moll durch deren berührende Leidenschaft und Dramatik sichtlich hinreißen. Nach dem Konzert bedankte sich das zahlreich erschienene Publikum mit anhaltendem Applaus.







KV 550, Sinfonie Nr. 40 g-moll
Orchester: Kammerorchester Bergisch Gladbach e.V.
Leitung: Dr. Roman Salyutov
Aufnahme am 14.04.2013 in der ev. Kirche „Zum Frieden Gottes“ Bergisch Gladbach - Heidkamp
KV 550, Sinfonie Nr. 40 g-moll
KV 550, Sinfonie Nr. 40 g-moll, Molto Allegro
KV 550, Sinfonie Nr. 40 g-moll, Andante
KV 550, Sinfonie Nr. 40 g-moll, Menuetto - Allegretto
KV 550, Sinfonie Nr. 40 g-moll, Allegro assai

Kammerorchester Bergisch Gladbach

Kammerorchester Bergisch Gladbach

Das Sinfonieorchester Bergisch Gladbach e.V. wurde 1968 als Kammerorchester Bergisch Gladbach e.V. gegründet (Umbenennung 2015). Es verbindet musikbegeisterte Liebhaber verschiedener Altersgruppen aus vielen Städten von Düsseldorf bis Köln, die Freude am gemeinsamen Musizieren und Konzertieren haben.
Aus einem kleinen Kreis hat sich das Orchester zu einem Kollektiv entwickelt, dessen Stammbesetzung sich zurzeit auf über 40 Mitglieder – Streicher und Holzbläser – beläuft. Je nach Programmen werden Blechbläser und andere Instrumentalisten zusätzlich engagiert.
Die erfolgreichen Dirigenten des Orchesters waren Helmut Zernack, Manfred Klink und Dr. Stefan Kames. Seit dem Jahreswechsel 2012/2013 wird es von Dr. Roman Salyutov geleitet.
Das Repertoire des Orchesters reicht von Kompositionen älterer Meister bis in die Moderne und wird durch viele hochkarätige Werke der Weltsinfonik immer weiter bereichert. Besondere Aufmerksamkeit gilt auch der Zusammenarbeit mit jungen Solisten, denen dadurch wichtige Konzerterfahrungen ermöglicht werden.
Heute hat sich das inzwischen beeindruckend groß gewordene Orchester zu einem der Besten seiner Klasse entwickelt und nimmt einen markanten Platz im Kulturleben der Region ein. Im Orchester spielen auch Profis, die gerne Mitglieder werden und ihre wertvollen Erfahrungen mit sich bringen. Immer neue Engagements führen das Orchester in verschiedene große Konzertsäle im Rheinland.


Roman Salyutov

Roman Salyutov, geboren 1984 in Leningrad, hat sich zugleich als Konzertpianist, Dirigent und Musikwissenschaftler (Dr. Phil.) profiliert.
Seine Auftritte führen ihn neben Deutschland auch in die Schweiz, USA, nach Israel, Österreich, Polen, Litauen, Ungarn, Japan, Australien und Neuseeland. Auch für Meisterkurse und musikwissenschaftliche Vorträge wird er eingeladen. Seit 2017 ist er Professor der Internationalen Klavier-Meisterkurse der Franz-Liszt- Gesellschaft in Breslau, Polen. Roman Salyutov ist Chefdirigent des Sinfonieorchesters Bergisch Gladbach, Initiator vieler Kulturprojekte wie beispielsweise jährliche Internationale Kulturtage und das Jugendkulturfestival in Bergisch Gladbach, das erste Deutsch- Israelische Orchester Jachad Chamber Orchestra und die Produktion von Don Giovanni in Bergisch Gladbach. Er setzt sich aktiv für die Intensivierung des internationalen Kulturaustausches ein und ist darüber hinaus 1. Vorsitzender des Musik- und KulturFestival GL e.V.

KV 550 Berg.Gladbach ev. Kirche Zum Frieden Gottes

Die Symphonie g-moll KV 550 zählt zu den dramatischsten Werken Mozarts und lässt dessen innere Welt von einem besonderen Gesichtspunkt aus erschließen. In diesem klassisch aufgebauten Zyklus lässt sich eine wunderbare leidenschaftliche Natur empfinden.
Bereits das Hauptthema des ersten Satzes (Molto allegro) spiegelt einen unruhigen Geist wider, der beharrlich, aber vergeblich nach einer Erlösung sucht. Einige Momente der Verklärung bringen etwas Ruhe, Entspannung und sogar Freude, aber die geistige Unzufriedenheit lässt diese Augenblicke nicht genießen: die Spannung steigert sich und es werden ausgeprägt dramatische Spitzen erreicht.
In dem lyrischen Zentrum des Werkes – dem zweiten Satz (Andante) – beginnt die Musik aufzublühen und bringt eine ganze Palette von liebevollen, zärtlichen und innigen Gefühlen zum Ausdruck, mit einer Aufregung in der Mitte, die aber letzten Endes gemildert wird.
Im dritten Satz – Menuett (Allegretto) – kehrt die Dramatik zurück, die sich hier im pathetischen Ton zeigt. An die liebevolle Idylle des zweiten Satzes erinnert nur das von der Stimmung her verklärte Trio mit einem schönen „Liebesdialog“.
In der unaufhaltbaren Bewegung des Finales (Allegro assai) erlebt man wieder den unruhigen, nach einer Erlösung fieberhaft suchenden Geist – dessen romantischen Aufschwung, Hoffnung und Verzweiflung. Hingerissen wird man von der Intensität und Offenheit des dramatischen Ausdrucks dieser Musik, die die Menschen über Jahrhunderte hinweg immer weiter berührt und mitleiden lässt.