Vorwort Volker Raettig

Moderator Volker Raettig
Die Erlöserkirche bot den richtigen Rahmen
Alle Künstler steigerten sich bis zum Höhepunkt

Dazu gehören Andreas von Pavel und Julia Richter (Flöte), Susanne Imhoff und Karin von Pavel (Violine), Uta Nießner (Viola), Hyo-Jung-Kang (Violoncello), Christian Hinz (Kontrabass) und Matthias Henning (Cembalo). Letztgenannter ist Kantor an der Lukaskirche in Langenfeld. Die Mitwirkenden des Instrumental-Ensembles sind erfahrene Musiker, die bei verschiedenen Konzerten mitwirken. Einer von ihnen ist Andreas von Pavel. Er studierte Blockflöte mit dem Abschluss Diplom-Musikpädagoge und legte die künstlerische Reifeprüfung ab. Andreas von Pavel, der schon viele Jahre mit Kantorin Ute Grapentin zusammen arbeitet, ist Leiter und Geschäftsführer der Musikschule in Solingen GmbH. Konzerte führten ihn ins In- und Ausland, so in diesem Jahr nach Südtirol (Blockflöte und Barockgitarre) und zu den Ostfriesischen Inseln. Diverse Konzerte mit dem Ensemble „Alte Musik“ u.a. mit Konrad Hünteler und Katharine Mcintosh. 1994 CD-Einspielung mit Blockflöte und Gitarre.

Nicola Linden (Sopran)

nach dem Konzert



KV 317, Messe `Coronation' C-Dur
Orchester: Prager Philharmoniker KSO ---- Kantoreichor und Modernchor
Solisten: Nicola Linden (Sopran), Angela Froemer (Alt), Thomas Iwe (Tenor), Bernhard Hüsgen (Bass)
Leitung: Eunkyung Changkim
Live Konzert in der Erlöserkirche Langenfeld Hardt am 27.Februar 2005
KV 317, Messe `Coronation' C-Dur
KV 317, Messe `Coronation' C-Dur, Kyrie
KV 317, Messe `Coronation' C-Dur, Gloria
KV 317, Messe `Coronation' C-Dur, Credo
KV 317, Messe `Coronation' C-Dur, Sanctus
KV 317, Messe `Coronation' C-Dur, Benedictus
KV 317, Messe `Coronation' C-Dur, Agnus Dei



KV 491, Klavier-Konzert Nr. 24 c-moll
Orchester: Prager Philharmoniker KSO
Solisten: Jin-Hee Kim (Klavier)
Leitung: Eunkyung Changkim
Live-Mitschnitt vom Konzert in der Erlöserkirche Langenfeld Hardt am 27.02.2005
KV 491, Klavier-Konzert Nr. 24 c-moll, Allegro
KV 491, Klavier-Konzert Nr. 24 c-moll, Allegro
KV 491, Klavier-Konzert Nr. 24 c-moll, Larghetto
KV 491, Klavier-Konzert Nr. 24 c-moll, Allegretto



KV 622, Klarinetten-Konzert A-Dur
Orchester: Prager Philharmoniker KSO
Solisten: Hyunjung Kim (Klarinette)
Leitung: Eunkyung Changkim
Live-Mitschnitt vom Konzert in der Erlöserkirche Langenfeld Hardt am 27.02.2005
KV 622, Klarinetten-Konzert A-Dur
KV 622, Klarinetten-Konzert A-Dur, Allegro
KV 622, Klarinetten-Konzert A-Dur, Adagio
KV 622, Klarinetten-Konzert A-Dur, Rondo Allegro

Esther Kim, Kantorin

Esther Kim privat
Esther Kim mit viel Temperament

Esther Kim wurde in Seoul/Süd Korea geboren und studierte Musikkomposition an der Ewha-Universität (Seoul) bei Prof. Byung Dong Paek und Prof. Du Young Sung und schloss mit dem Diplom ab. 1991 kam sie nach Düsseldorf, nahm Orgelunterricht bei KMD Prof. Oskar Gottlieb Blarr und arbeitete bis 1997 bei ihm als Assistentin in der Neanderkirche im Bereich Chorleitung und Orgel. Danach arbeitete sie als Organistin in der Johanneskirche (Citykirche in Düsseldorf).
Gleichzeitig studierte sie an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf evangelische Kirchenmusik, Chor- und Orchesterleitung bei Prof. Volker Hempfling und Orgel bei LKMD Christof Schoener. 1998 legte sie das Staatsexamen für evangelische Kirchenmusik (A-Examen) "mit Auszeichnung" ab. Anschließend machte sie das Orgel-Konzertexamen bei Prof. Almut Rößler. Esther Kim nahm an internationalen Orgel- und Improvisationskursen sowie Dirigiermeisterkursen u.a. bei Prof. Sylvian Cambreling, Prof. Karl-Heinz Bloemeke und Prof. Lutz Herbig teil.

Seit 1999 ist sie Kantorin an der Erlöserkirche, Langenfeld. Sie ist Leiterin und Gründerin des Jugend- und des Modernchors an der Erlöserkirche. Der Modernchor singt von Barock bis Modern und hat zur Zeit ca. 70 Chorsänger. Ausserdem leitet Esther Kim auch die Kantorei und den Kinderchor der Erlöserkirche, monatlich den Taizéchor und Projektweise einen Gospelchor. Als Dirigentin und Organistin gibt sie zahlreiche Konzerte.
Seit 2003 macht sie regelmäßig zusammen mit KMD Prof. Oskar Gottlieb Blarr die Konzerte u.a. "Die Kunst der Fuge" von J.S.Bach. Ökumenische Arbeit liegt ihr besonders am Herzen. Durch die Musik versucht sie die theologischen Grenzen zwischen evangelischer und katholischer Kirche zu überwinden.

Prager Philharmoniker KSO

Prager Hornistin
Prager Trompeter
Prager zweite Violine
Prager Philharmoniker

Dieses Orchester ist unter dem Namen Tschechische Symphoniker Prag aus dem renommierten Staatlichen Film-Symphonie-Orchester Prag-Barrandov hervorgegangen, das 1989 im Zuge des politischen und wirtschaftlichen Umbruchs in der ehemaligen CSFR aufgelöst wurde.
Das altneue Orchester konnte binnen kürzester Zeit die besten Kräfte des Prager Musiklebens integrieren, so daß es heute nicht nur eine 50-jährige Tradition würdig fortsetzt, sondern zu den besten Symphonieorchestern des Landes zählt - eines Landes, das schon zu Mozarts Zeiten “das Conservatorium Europas“ genannt wurde und das diesem großartigen musikalischen Erbe stets treu geblieben ist.
Da der Name Tschechische Symphoniker Prag zunehmend mißbraucht wurde, trägt das Orchester seit 1994 den Namen PRAGER PHILHARMONIKER KS0. Dieses Orchester gehört zu den ganz wenigen rein privat- und marktwirtschaftlich organisierten Klangkörpern Europas.
Die drei traditionellen Aufgabengebiete der PRAGER PHILHARMONIKER KSO heißen: Konzert - Studio - Oper/Oratorium. Dementsprechend ist dieses Orchester gleichermaßen auf dem Konzertpodium wie unter der Opernbühne sowie im Aufnahmestudio zu Hause. Auf seinen Tourneen quer durch Europa wirkte das Orchester häufig unter dem Gastdirigat verschiedener Weltstars, so z.B. unter Yehudi Menuhin, Georg Solti, Carl Davids, André Bernard, Giuseppe Raffa, José Collado, und arbeitete mit führenden Vokal- und Instrumentalsolisten zusammen.
In Deutschland gestaltete das Orchester verschiedene Musikfestivals und -festwochen mit, so z.B. in Altenberg, Bensheim, Berlin, Corvey, Dresden, Hamm, Köln, München, Trier, Speyer, Straßburg oder Worms. Zunehmende Bedeutung erlangt die Mitgestaltung von Oratorien und Chorsinfonik sowohl geistlicher als auch weltlicher Prägung. Das Orchester versteht es hervorragend, den Solisten und Chören dabei ein zuverlässiger und sensibler Partner zu sein.

Kantorei Erlöserkirche

Kantorei und Modernchor Links
Kantorei und Modernchor Mitte
Kantorei und Modernchor Gesamtbild

Die Kantorei an der Erlöserkirche Langenfeld wurde 1902 als Kirchengesangverein gegründet und hat, mit Ausnahme der Kriegsjahre 1914-1918 und 1939-1945- zum kirchlichen Leben und den Gottesdiensten in Immigrath beigetragen. 2002 konnte das hundertjährige Bestehen mit Festgottesdienst und Festkonzert gefeiert werden. Seit 1999 ist Eunkyung Changkim Kantorin und Chorleiterin der Kantorei, deren Schwerpunkt nach wie vor die klassische Musikliteratur ist. Die Sängerzahl schwankt zwischen 30 und 40 Personen und wir freuen uns, dass auch junge Sänger dabei sind. Daneben hat Eunkyung Changkim einen Jugendchor und den Modern Chor gegründet, der sich projektgebunden zusammen findet, das heißt ein größeres Projekt erarbeitet und zur Aufführung bringt.

Bernhard Hüsgen

rechts Bernhard Hüsgen (Bass)

Der Bariton Bernhard Hüsgen wurde in Bergheim/Erft geboren. Das Gesangsstudium bei Prof. Ingeborg Reichelt an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf, wo er auch die Opernklasse (Prof. Hans Kast) sowie die Lied- und Oratorienklasse absolvierte, schloss der Preisträger verschiedener Studierendenwettbewerbe „mit Auszeichnung“ und dem Konzertexamen ab. Ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbands sowie ein Meisterkurs für Liedinterpretation bei Prof. Norman Shetler in Wien ergänzten seine musikalische Ausbildung.
Seine besondere Aufmerksamkeit im künstlerischen Bereich gilt seither dem Lied und Oratorium. Hier wurde seine rege Konzerttätigkeit in den letzten Jahren auch durch Rundfunk- und CD-Produktionen (u.a. beim Westdeutschen Rundfunk, Köln) dokumentiert. Seine sängerische Erfahrung gibt Bernhard Hüsgen als Gesangspädagoge gerne an die nächste Generation weiter. Besonderes Augenmerk richtet er dabei auf die behutsame stimmbildnerische Betreuung junger Sänger im Kinder- und Jugendalter.

Thomas Iwe (Tenor)

Thomas Iwe (Tenor)

Thomas Iwe wurde 1967 in Neheim-Hüsten geboren. Schon sehr früh fand er zur Musik und wurde Mitglied in verschiedenen Chören seiner Heimatstadt, wo er recht bald auch kleinere Soloparts übernommen hat. 1991 begann er eine private Gesangsausbildung bei Anita Richartz-Freitag, Brilon. Thomas Iwe hat er sich in den letzten Jahren zu einem gefragten Lied-, Opern- und vor allem Oratoriensänger entwickelt. Seine musikalische Tätigkeit, deren Schwerpunkt hauptsächlich im Bereich der barocken Musik und der Klassik liegt, führte ihn mittlerweile in zahlreiche deutsche Städte sowie ins benachbarte Ausland nach Frankreich und in die Niederlande.
Thomas Iwe ist u.a. 2. Preisträger bei dem bundesweiten „Stimmtreff“ in Hamburg. Neben der umfangreichen Konzerttätigkeit und einigen Fernsehauftritten wirkte er auch bei zahlreichen CD-Aufnahmen mit. Kleinere Opernproduktionen runden seine künstlerische Arbeit ab.

Angela Froemer (Alt)

links Angela Froemer (Alt)

Angela Froemer absolvierte ihr Gesangstudium in ihrer Heimatstadt Freiburg, bei Christoph Schwartz, in Düsseldorf bei Janina Stano und Celina Lindsley, sowie privat bei Elisabeth Böhmer (Gelsenkirchen). Abschlüsse in Gesangspädagogik und Funktioneller Atemtherapie sowie die Praxis in zahlreichen Ensembles der E- und U-musik erweiterten ihre Qualifikation.
Seit ihrem Examen 1996 ist sie als freiberufliche Sängerin im Konzert- und Opernbereich tätig. Solistisch reüssierte sie in der Vergangenheit bei der Rheinischen Operettenbühne und der Kleinen Oper Düsseldorf. Als langjähriges Ensemblemitglied des Theater Kontra-Punkt, und des Nova Ensemble Wuppertal sammelte sie Erfahrung im Bereich der zeit-genössischen Musik.
Es folgten zahlreiche Gastspiele beim Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen (u.a. Fellini-Fellini, Die Zauberflöte, Cool Love - Heavy Music, Il ritorno d’Ulisse in Patria“, Boris Godunow, Crazy For You, sowie eine Alcina - und zuletzt eine Cenerentolabearbeitung für Kinder).
Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit bildet die Arbeit in verschiedenen renommierten Ensembles, mit denen sie bereits bei vielen Rundfunkproduktionen und internationalen Chor- und Musikfestivals mitwirkte. (Rheinische Kantorei Dormagen, Balthasar-Neumann-Chor, SWR-Kammerensemble Stuttgart, Kammerchor des Gewandhauses Leipzig) Darüberhinaus übernahm sie mehrfach die Regie für das erfolgreiche Männergesangssextett „Ensemble Six“ und ist beim MUS-E Projekt der Yehudi Menuhin Stiftung Deutschland in den Bereichen Musik und Theater tätig.

Nicola Linden (Sopran)

Nicola Linden (Sopran)

Nicola Linden wurde 1960 in Hilden geboren. Schon früh entwickelte sich die Liebe zur Kirchenmusik, die sie von 1967 bis 1999 im Kinder- und Kirchenchor St. Joseph Solingen-Ohligs ausprägen konnte. Nach dem Abitur bestand die Familie auf einen soliden kaufmännischen Beruf. Dennoch gelang ihr die Ausbildung in Klassischem Gesang bei Prof. Scholz am Robert-Schumann-Konservatorium Düsseldorf. Ihr Debut gab sie mit „Exultate, jubilate“ und der „Krönungsmesse“ von Mozart.
Seit vielen Jahren pflegt sie eine enge Zusammenarbeit mit dem „Cantus Novus“ in Wuppertal, mit dem sie auch Konzertreisen nach Florenz und Langeoog unternahm. Im Frühjahr stehen die „Messe Solenelle“ von Rossini und das Mozart-Reqiem in Winterthur auf dem Programm. Ihr Repertoire erstreckt sich von Messen und Passionen bis hin zur Operette. Hervorzuheben sind ihre gekonnt ausgesungenen Koloraturen. Als nächstes wird sie an der Sommerakademie am Mozarteum in Salzburg teilnehmen. Seit einigen Jahren wohnt Nicola Linden in Langenfeld und hat in der Kantorei der Erlöserkirche nicht nur musikalisch eine neue Heimat gefunden.

Jin-Hee Kim (Klavier)

Jin-Hee Kim mit voller Konzentration
Jin-Hee Kim, mit vollem Temperament
Jin-Hee Kim, mit viel Einfühlungsvermögen

Die Pianistin Jinhee Kim, 1974 in Busan geboren, absolvierte von 1997 ihr Musikstudium an der Kunsthochschule, eine Abteilung der Busan Universität und 2001 legte an der gleichen Hochschule das Examen im Fach Klavier bei Prof. Jiryung Kim ab. Sie setzte im Jahr 2001 ihr Studium in Deutschland an der Robert-Schumann Musikhochschule in Düsseldorf fort, und absolvierte 2003 bei Professor Szidon das Diplom.
1995 musizierte sie mit dem Busan Jugend-Sinfonieorchester, 1996 nahm sie am Jubiläumskonzert der Busan Universität zum 50. Gründungsjahr teil. Sie trat 1997 beim Konzert des 60. Debütanten-Konzert auf, das von der Tageszeitung Chosun veranstaltet wurde und ebenso am Garam-Debütanten-Konzert. Weiterhin nahm sie am russischen „Glinka Konservatorium Meisterkurs“ teil und konzertierte. Außerdem gab sie 2000 ihr erstes Solokonzert im Konzerthaus in Busan und hatte mit Kammermusik, Klavierbegleitung und weiteren Solokonzerten zahlreiche Auftritte. In Deutschland nahm sie an dem Meisterkurs „Russische Schule“ teil, der in Freiburg stattfand. Sie hat bisher in Düsseldorf, Wuppertal und Langenfeld in vielen Konzerten gespielt. Zurzeit studiert sie an der Robert-Schumann Musikhochschule in Düsseldorf und an der Musikhochschule in Maastricht, Niederlande den Studiengang Konzertexamen. Sie ist Mitglied des Ensembels RE, das am 30. Januar 2005 vom „Forum Junger Künstler“ in die Erlöserkirche eingeladen wurde.

Hyunjung Kim (Klarinette)

Hyunjung Kim, ganz privat
Hyunjung Kim

Hyunjung Kim ist 1980 in Seoul geboren und erhielt 1993 zum ersten Mal Klarinettenunterricht bei Prof. Buhwan Cho.
1998 kam sie nach Deutschland und studierte bis 2003 an der Musikhochschule in Wuppertal bei Prof. Willfried Roth-Schmidt und absolvierte das Diplom mit Auszeichnung. In ihrer musikalischen Laufbahn gewann sie 1995 den ersten Preis beim Musikwettbewerb der Chon-Buk Universität, 1997 und 1999 nahm sie an den Meisterkursen von Prof. Willfried Roth-Schmidt und Prof. Wolfgang Mäder, die in Korea stattfanden und 2002 in Weimar am Meisterkurs von Prof. Francois Benda teil. 2002 fand in Wuppertal das Else-Lasker-Schüler-Forum Festival statt, an dem sie teilnahm und konzertierte, 2003 war sie in dem „Neue Musik Projekt“ aktiv, das von Studenten und Professoren der Musikhochschule Wuppertal gegründet wurde, und sie musizierte in diesem Ensemble in Wuppertal, Aachen und Paris. In Lille nahm sie am Festival der Neuen Musik teil. Sie ist Mitglied des Ensembels RE, das am 30. Januar 2005 vom „Forum Junger Künstler“ in die Erlöserkirche eingeladen wurde.

2KV 622 Langenfeld Erlöserkirche

Mozart schrieb das Klarinetten-Konzert in A-Dur KV 622 im Oktober 1791 - im September desselben Jahres war die Uraufführung der "Zauberflöte", am 5.Dezember 1791 ist Mozart gestorben. Vermutlich hat Mozart dieses Klarinettenkonzert für Anton Stadler (1753-1812) geschrieben. Anton Stadler und sein Bruder Johann waren in Wien angesehene Musiker auf der Klarinette und auf dem Bassetthorn. Eine zeitgenössische Kritik lobte ihn: „Hätt's nicht gedacht, dass ein Klarinet menschliche Stimme so täuschend nachahmen könnte." Das Klarinetten-Konzert KV 622 erregt bei Musikliebhabern und Klarinettisten seit Jahren die Gemüter, wenn es darum geht, die Besetzung und den Urtext der Komposition zu definieren. So ist es heutzutage schon fast ein Sakrileg, Konzert (und Quintett) nicht auf der Bassettklarinette zu spielen. Mozart hat das Konzert wohl für eine Klarinette komponiert, die - wie es ein zeitgenössischer Kommentar vermerkt - "unten bis ins c geht".
Text: Volker Raettig

KV 491 Langenfeld Erlöserkirche

Das c-moll-Klavierkonzert, KV 491 hat Mozart als Dreißigjähriger komponiert. Es wurde am 7.April 1786 in Wien uraufgeführt. Im Jahr 1786 hat Mozart insgesamt drei Klavierkonzerte komponiert. Dieses Klavierkonzert gehört zu den großen Moll-Werken des späten Mozart. Es verlässt in Charakter und Form vielleicht am stärksten die konventionellen Bahnen des 18. Jahrhunderts. Diktiert ist es von dunkler tragischer Erfahrung, viel an rastloser Bewegung ist herauszuhören.
Dieses Mozartsche Klavierkonzert spricht aller Konvention Hohn. Es wäre sicherlich spannend zu erfahren, was die Hörerinnen und Hörer der Uraufführung angesichts der düsteren symphonischen Stimmung und bedrückenden Atmosphäre, die aus ihm herausklingt, empfunden haben.
Das Klavier-Konzert KV 491 bedient sich der größten Orchesterbesetzung, die Mozart je in einem Konzert beanspruchte. Aller Reichtum der Modulatorik verweist immer wieder auf die düstere Grundtonart, und der lyrische Mittelsatz wirkt fast episodisch inmitten dieser Grundstimmung, die dann aber das Finale wieder aufnimmt.
Dieser Schluss widersetzt sich dann vollends der konventionellen Erwartungshaltung, die die Hörerinnen und Hörer nicht nur zu Mozarts Zeit an ein Klavierkonzert knüpften.
Text: Volker Raettig

2KV 317 Langenfeld Erlöserkirche

Die festlich und reich angelegte Messe in C-Dur, KV 317 gilt als eine der bekanntesten Messen Mozarts. Sie wurde von Mozart bald nach Antritt seines Dienstes als Hoforganist beim Salzburger Erzbischof komponiert. Der Erzbischof hatte dringend Konzentration gefordert. Das auf der ersten Seite der Niederschrift von ihm eigenhändig vermerkte Datum: „23 di marzo 1779" legt mit großer Wahrscheinlichkeit nahe, dass sie im Hinblick auf die Osterfeiertage am 4. und 5. April dieses Jahres entstanden ist und aufgeführt wurde.
Der Beiname „Krönungsmesse" war ursprünglich mit einer Erinnerungsfeier an die Krönung des Gnadenbildes von Maria Plain, einem bei Salzburg gelegenen Wallfahrtsort, in Verbindung gebracht worden. Den Forschungen Karl Pfannhausers ist jedoch der überzeugende Nachweis zu verdanken, dass die Messe höchstwahrscheinlich zu den Kompositionen gehörte, die bei einer der beiden Krönungsfeierlichkeiten in Prag aufgeführt wurden - entweder 1791 für Leopold II. oder aber, nach dessen plötzlichem Tod, 1792 für seinen Nachfolger Franz II.
Mozart hat die „Krönungsmesse“ KV 317 mit einer besonders farbigen Instrumentation ausgestattet. An festlichem Schwung, an Kontrastreichtum, an Vielfalt der auf engstem Raum entwickelten musikalischen Gedanken übertrifft die "Krönungsmesse" die meisten ihrer Vorgänger. Der berühmteste Satz der Messe ist das Agnus Dei.
Die Geschlossenheit der Form, die fast volkstümliche Eingängigkeit des Melodischen und die sinfonische Strukturierung verbinden sich in dieser Messe zu einer Einheit.
Text: Volker Raettig