St. Andreas Düsseldorf

Beckerath-Orgel in St. Andreas

Seit 1991 laden die Düsseldorfer Dominikaner jeden Sonntag zu einem Konzert in der Reihe „Die Sonntagsorgel in St. Andreas“.




KV 546, Adagio & Fuge c-moll
Solisten: Vincent Dubois (Orgel)
Aufnahme am 7. Dezember 2014 in der Kirche St. Andreas, Düsseldorf

KV 546, Adagio & Fuge c-moll
KV 546, Adagio & Fuge c-moll, Adagio
KV 546, Adagio & Fuge c-moll, Fuge


KV 546 St. Andreas Düsseldorf

Im April 1782 schreibt Mozart in einem Brief: "Ich gehe alle Sonntage um 12 uhr zum Baron von Suiten - und da wird nichts gespielt als Händl und Bach." Der Baron Gottfried van Swieten ist ein großer Musikfreund und besitzt eine umfangreiche Notenbibliothek mit Werken von Bach und Händel, die Mozart ausgiebig studiert. Aus dieser Zeit gibt es zahlreiche Entwürfe und Studien. So entstand 1783 die Fuge in c-Moll KV 426 für 2 Klaviere. 1788 bearbeitet Mozart sie für Streicher und stellt ihr eine Adagio-Einleitung voran. Das Werk trägt nun im Köchel-Verzeichnis die Nummer 546. Das Adagio erinnert mit seinen Punktierungen an eine französische Ouvertüre. Die Fuge beginnt mit dem Thema im Bass und wird dann immer an die nächst höhere Stimme weitergegeben. Durch die vielen Vorhalte auf betonte Taktzeiten klingt das Werk erstaunlich dissonant. Die zahlreichen Themeneinsätze, auch mit Umkehrungen, wandern durch verschiedene Tonarten. Sie folgen in der Engführung am Ende der Fuge zum Teil im Abstand eines halben Taktes. So konzentriert sich noch einmal die Zahl der Dissonanzen.


Vincent Dubois

Vincent Dubois

Vincent Dubois, geb. 1980 in St. Brieuc, erhielt seinen ersten Klavierunterricht mit 7 Jahren, und mit 11 Jahren Orgelunterricht an der Orgelschule der Kathedrale von Saint-Brieuc. Es folgten
1995 Studium am Conservatoire von Angers in der Klasse von Francois Espinasse, dann Eric Lebrun.
1996 Organist der großen Cavaille-Coll Orgel der Kathedrale von Saint-Brieuc
1997 Goldene Auszeichnung für Orgel
1998 Schüler der Orgelklasse von Olivier Latry und Michael Bouvard
1998 1. Preis für Klavier am Conservatoire Paris
2000 1. Preis in "Harmonie"
2001 1. Preis für "Orgel"
2002 1. Preis für "Improvisation"
2002 1. Preis "Improvisation" von "Fuge" in der Klasse von Thierry Escaich
Verschiedene Konzerte in folgenden Städten und Ländern: Paris (Notre Dame), St. Etienne du Monde (La Madeleine), St. Antonie des Quinze Vingts, usw., Polen, Portugal, Schweiz, USA, Russland, Kanada, Deutschland usw.
Seit 2012 Direktor des Conservatoire de Strasbourg.