Wintergarten der Festhalle Zweibrücken

Das Trio Kephiso mit Marie–Claudine Papadopoulos, Violine, Alexandre Vay, Violoncello und Katrin Düringer, Klavier, wurde am Sonntag, den 8. März von der Mozartgesellschaft in Zweibrücken eingeladen und gab ein Konzert im Wintergarten der Festhalle der Stadt Zweibrücken. Auf dem Programm standen zwei Klaviertrios von Wolfgang Amadeus Mozart und das Trio c-Moll von Felix–Mendelssohn Bartholdy.

Presseauszüge:

„Wechselvolle Dynamik und geschliffene Prägnanz“…. „ Katrin Düringer mit einem kompositorisch dominanten Klavier, das sie dezent und leicht zu spielen verstand.“… ein packendes, nahtlos dichtes Spiel dreier gleichberechtigter Musiker“
Die Rheinpfalz vom 10. März 2015

„Sehr schön das Cello, sicher und immer im Fluss mozartscher Vorgaben das Klavier.“ „Wunderbar der langsame Satz (B–Dur KV502), hier brilliert die Violine“, die langsamen Sätze „rauschen wunderbar am Ohr vorbei, hinterlassen Leichtigkeit und vielleicht auch Seligkeit“. „Ein eindringlicher Kammermusikabend! Kephiso bleibt in bester Erinnerung.“
Pfälzischer Merkur vom 9.3.2015



KV 502, Trio für Klavier, Violine & Cello B-Dur
Solisten: Marie-Claudine Papadopoulos (Violine), Alexandre Vay (Violoncello), Katrin Düringer (Klavier)
Aufnahme am 8. März 2015 im Wintergarten der Festhalle Zweibrücken

KV 502, Trio für Klavier, Violine & Cello B-Dur
KV 502, Trio für Klavier, Violine & Cello B-Dur, Allegro
KV 502, Trio für Klavier, Violine & Cello B-Dur, Larghetto
KV 502, Trio für Klavier, Violine & Cello B-Dur, Allegretto


KV 548, Trio für Klavier, Violine & Cello C-Dur
Solisten: Marie-Claudine Papadopoulos (Violine), Alexandre Vay (Violoncello), Katrin Düringer (Klavier)
Aufnahme am 8. März 2015 im Wintergarten der Festhalle Zweibrücken

KV 548, Trio für Klavier, Violine & Cello C-Dur
KV 548, Trio für Klavier, Violine & Cello C-Dur, Allegro
KV 548, Trio für Klavier, Violine & Cello C-Dur, Andante cantabile
KV 548, Trio für Klavier, Violine & Cello C-Dur, Allegro

KV 502 Wintergarten der Festhalle Zweibrücken

Das B–Dur Trio KV 502 wurde von Mozart im Jahre 1786 in Wien komponiert und ist eng verknüpft mit der Prager Sinfonie KV 504, die unmittelbar danach entstand. Das Klaviertrio nimmt die Eigenart dieser Sinfonie im kammermusikalischen Rahmen vorweg und in den Ecksätzen der Sinfonie werden thematische Motive des Trios in diesem Orchesterwerk aufgegriffen und verarbeitet.
Im konzertanten Gestus ist der Beginn des 1. Satzes gehalten, eine vorwärtsstrebende, ungemein prägnante und chromatisch gefärbte Terzen Figur im Klavier wird von den Streichern aufgenommen und durchzieht als thematisches Motiv den gesamten Satz.
Das Larghetto ist von einem langen Atembogen überspannt, ein Mittelpunkt voller himmlischer Ruhe und wunderbarer Melodik. Mit einer großen Sexte beginnt dieser Satz im Klavier, es folgt eine Kantilene mit reicher Ornamentik und Verzierungen, diese Kantilene wird von der Violine fortgesetzt. Immer wieder wird diese klangschöne beeindruckende Sexte des Anfangs aufgegriffen, und mündet schließlich im gesteigerten und klangprächtigen Zusammenspiel dreier gleichberechtigter Instrumente.
Das Finale weist auf viele Parallelen zu den Klavierkonzerten hin, ein Rondo im Allegretto – Tempo, welches sich aber in der Intimität des kammermusikalischen Rahmens bewegt. Dieser Satz ist voller Schwung und Elan, einem verspielten Motiv folgen Kaskaden von Achtel Läufen, im Mittelteil ein kurzer Mollabschnitt, wobei das Motiv des Anfangs in diese Achtel Läufe hinein verwoben werden. In dem sonst so lichten, hellen Stück ist diese aufregende Färbung ins Dunkle besonders intensiv hör- und erlebbar. Das Stück endet fröhlich und unbeschwert mit dem Seitenthema im Wechsel zwischen Violine und Violoncello.

Text: Katrin Düringer, März 2015


KV 548 Wintergarten der Festhalle Zweibrücken

Das C–Dur Trio KV 548 entstand im Jahre 1788, ebenfalls in Wien. In diesem Trio zeigt das Violoncello konsequente Ansätze zur Verselbständigung, es ist in diesem Werk kein hinzugefügtes Instrument, sondern ist der Violine ebenbürtig.
Das Kopfthema des 1. Satzes beginnt mit einer Fanfare aus den Tönen des C–Dur Dreiklangs, welche abgelöst wird von einer charakteristischen Tonwiederholung auf der Dominante. Alleine dieser erste Abschnitt erinnert an die opernhafte Gestik aus der Arie „Non piu andrai“ aus der Oper „Il nozze di Figaro“. Die Durchführung in g-Moll mit ihren vielen Seufzern erinnert ebenso an dramatische und tragische Arien aus Mozarts Opern, ein Vergleich zu „Don Giovanni“ drängt sich einem auf, Donnergrollen und Dramatik lösen sich aber nach einer kurzen Modulation mit den Tonwiederholungen des Anfangs wieder auf.
Das Andante cantabile, ein abgeklärter und in sich ruhender Satz, beginnt mit einem schwelgerischen und wahrhaft singendem Thema im Klavier. In der Durchführung in Moll wieder das Spiel mit den lichten und dunklen Farben, wunderbare Figuren wechseln zwischen den drei Instrumenten, voller Wärme endet dieser Satz.
Der letzte Satz ist ein brillantes und übermütiges Rondo im Sechsachteltakt, in der Durchführung in Moll gefärbt, dadurch entsteht ein Eindruck der vorübergehenden leichten Schwermut, die sich aber in der Reprise schnell auflöst. Dieses Trio endet mit ansteckender Ausgelassenheit.

Text: Katrin Düringer, März 2015


Trio Kephiso

Trio Kephiso

Das Trio Kephiso wurde 2010 von drei passionierten Kammermusikern gegründet. Jedes Ensemblemitglied zeichnet sich aus durch eine große Vielfalt an musikalischen Aktivitäten. So ist die Geigerin Marie-Claudine Papadopolous 1. Preisträgerin großer internationaler Violin–Wettbewerbe, spielt in namhaften Ensembles und tritt mit renommierten Orchestern als Solistin von Violinkonzerten auf. Der Cellist Alexandre Vay ist stellvertretender Solocellist des Münchener Rundfunkorchesters und ist ein gefragter Kammermusiker und Solist. Katrin Düringer, die Pianistin des Klaviertrios Kephiso übt ebenso eine rege Konzerttätigkeit aus, als Solistin wie als Kammermusikerin. Sie ist ebenso Konzertorganistin und spielt mit Alexandre Vay im Duo ausgefallene Kammermusik für diese Besetzung. Das Trio Kephiso schloss sich zusammen, um die Meisterwerke der Klaviertrioliteratur zu entdecken und in Konzerten aufzuführen. Gleichwohl spielt das Trio in seinen Konzerten auch unbekanntere und Neue Musik unserer Zeit. Das Trio verbindet der gemeinsame Wunsch nach Authenzität, Werktreue und Leidenschaft für die wunderbaren Werke für diese Besetzung. Das Repertoire des Klaviertrios besteht u.a. aus Werken von Beethoven, Schumann, Mendelssohn, Turina, Schostakowitsch, Rachmaninoff, Debussy, Rihm und Eutheneuer–Rohrer, einer Komponistin aus Karlsruhe, die dem Ensemble ein Klaviertrio widmete, welches 2012 uraufgeführt wurde. Das Ensemble konzertiert im Europäischen In– und Ausland. Große Begeisterung entete das Trio bei einem Konzert im Rathaus der Stadt Karlsruhe: Das Ensemble wurde daraufhin in die Partnerstädte der Stadt Karlsruhe, nach Krasnodar (Russland) und nach Timisoara (Rumänien) eingeladen, um die Stadt Karlsruhe in den dort stattfindenden Konzerten kulturell, aber auch im Sinne der Völkerverständigung zu repräsentieren. Das Ensemble ist auch gern gesehener Gast bei Internationalen Musikfestivals: So konzertierte das Trio Kephiso u.a. im Rahmen des Musikfestivals „Musique d, été“ in der Champagne, Frankreich.
Das Ensemble hat seinen Namen von der Apollonischen Muse „Kephiso“. Kephiso ist in der griechischen Mythologie die Tochter des Gottes Apollon, welcher der Gott der Künste ist, insbesondere der Musik. Gleichzeitig ist Kephiso eine Saite der Lyra des Apollon.
Text: Trio Kephiso, Karlsruhe, im Juli 2013


Katrin Düringer

Katrin Düringer

Katrin Düringer wurde im niedersächsischen Salzgitter geboren und wuchs auf in Freiburg. Sie studierte Klavier an der Ecole Normale de Musique in Paris bei André Gorog, an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe bei Werner Genuit sowie ein Jahr in der Meisterklasse von Bruno Canino in Seveso, Italien. Ihre künstlerische Ausbildung setzte sie, neben dem Besuch von Meisterkursen, mit einem Aufbaustudium in der Klasse für Liedgestaltung bei Ramon Walter an der Freiburger Musikhochschule fort und schloss das Studium mit dem Konzertexamen ab. Sie konzertiert solistisch, als Liedbegleiterin wie auch als Kammermusikerin. Als Organistin spielt Katrin Düringer in Festgottesdiensten und Konzerten regelmäßig solistische und obligate Partien. Sie ist Mitglied in der Ökumenischen Philharmonie und übernimmt bei den Konzerten dieses Orchesters den Orgel – als auch den Celesta Part.
2010 gründete sie das Klaviertrio Kephiso, mit welchem sie im Europäischen In – und Ausland konzertiert.


Marie-Claudine Papadopoulos

Marie-Claudine Papadopoulos

Marie–Claudine Papadopoulos wurde 1987 in Straßburg geboren, und studierte bei Ulf Hoelscher und Roman Nodel. Sie ist Preisträgerin vieler internationaler Wettbewerbe („Henri–Marteau–Wettbewerb“, „Mendelssohn–Bartholdy–Wettbewerb“, „Preis des DAAD“, Preis des Kulturfonds der Stadt Salzburg“), und im Jahr 2012 wurde ihr der 1. Preis beim Wettbewerb „Ton und Erklärung“ des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI im München zuerkannt. Sie konzertierte bereits mit namhaften Orchestern wie dem Münchner Rundfunkorchester, der Sinfonia Varsovia, dem Göttinger Symphonie Orchester, den Essener Philharmonikern, und sie war zu Gast bei wichtigen europäischen Festivals („Murten Classics“, „Winners and Master im Gasteig München“, „Festival der Nationen“, „Heidelberger Frühling“). Seit 2008 ist sie künstlerische Leiterin und Pädagogin an der Sommerakademie in Trouville–sur–Mer, Frankreich.
Marie–Claudine Papadopoulos spielt eine Violine von Petrus Guarnerius aus dem Jahre 1745, die ihr die Landesammlung Baden–Württemberg zur Verfügung stellt.


Alexandre Vay

Alexandre Vay

Der Cellist Alexandre Vay hat sich sowohl als außerordentlich sensibler und technisch brillanter Solist, als auch als passionierter Kammermusiker und international agierender Pädagoge einen Namen gemacht. Er studierte am Conservatoire Supérieur de Musique in Lyon bei Yvan Chiffoleau und an der Hochschule für Musik in Karlsruhe bei Martin Ostertag.
Als Solist und Kammermusiker trat Alexandre Vay bei zahlreichen nationalen und internationalen Kammermusik- und Solofestivals auf. Einspielungen sind u.a. beim SWR, BR, France musique und France Inter entstanden.
Alexandre Vay ist künstlerischer Leiter und Professor an der Sommermusikakademie in Trouville-sur-Mer und stellvertretender Solocellist beim Münchner Rundfunkorchester. Er spielt ein Violoncello von Giuseppe Testore aus dem Jahre 1707.


Fotos: Wolfgang Hennegriff, Künstlerportraits: Bearbeitung Weik-Stiftung