Bergisch Gladbach

Das barocke Schloss Bensberg, erbaut 1703-1711 vom Grafen Matteo d’Alberti im Auftrag des Johann Wilhelm II, ist eine der größten und schönsten Sehenswürdigkeiten des Bergischen Landes. In mehreren prachtvollen Räumlichkeiten des Schlosses, das heute hauptsächlich als Hotel betrieben wird, finden normalerweise Ausstellungen, Lesungen und Konzerte statt.

 

Seit 2024 etabliert das Grandhotel Schloss Bensberg in Kooperation mit dem Sinfonieorchester Bergisch Gladbach Ostermontag-Konzerte als Matinee, in denen das Orchester in reduzierter Besetzung und unter Einbeziehung mehrerer Solisten im imposanten Ballsaal spielt.

 

Das Konzert am 1. April 2024 wurde bekannten und unbekennaten bzw. weniger bekannten Werken der Wiener Klassik und Frühromantik gewidmet.

 


KV 190 Concertone C-Dur für zwei Violinen mit Orchester
Solisten: Alexander Lifland (Violine 1) & Birgit Heydel (Violine 2)
Sinfonieorchester Bergisch Gladbach
Leitung: Roman Salyutov
Aufnahme am 1. April 2024 im Schloss Bensberg, Bergisch Gladbach

KV 190, 1. Andante spirituoso

KV 190, 2. Andantino grazioso

KV 190, 3. Tempo minuetto. Vivace

 

KV 314 Konzert C-Dur für Oboe mit Orchester 
Solistin: Agnes Grube (Oboe)
Sinfonieorchester Bergisch Gladbach
Leitung: Roman Salyutov
Aufnahme am 1. April 2024 im Schloss Bensberg, Bergisch Gladbach

KV 314, 1. Allegro aperto

KV 314, 2. Adagio non troppo

KV 314, 3. Rondo: Allegretto

 

 

Roman Salyutov

Roman Salyutov, geboren 1984 in Leningrad, hat sich zugleich als Konzertpianist, Dirigent und Musikwissenschaftler (Dr. Phil.) profiliert.
Seine Auftritte führen ihn neben Deutschland auch in die Schweiz, USA, nach Israel, Österreich, Polen, Litauen, Ungarn, Japan, Australien und Neuseeland. Auch für Meisterkurse und musikwissenschaftliche Vorträge wird er eingeladen. Seit 2017 ist er Professor der Internationalen Klavier-Meisterkurse der Franz-Liszt- Gesellschaft in Breslau, Polen. Roman Salyutov ist Chefdirigent des Sinfonieorchesters Bergisch Gladbach, Initiator vieler Kulturprojekte wie beispielsweise jährliche Internationale Kulturtage und das Jugendkulturfestival in Bergisch Gladbach, das erste Deutsch- Israelische Orchester Jachad Chamber Orchestra und die Produktion von Don Giovanni in Bergisch Gladbach. Er setzt sich aktiv für die Intensivierung des internationalen Kulturaustausches ein und ist darüber hinaus 1. Vorsitzender des Musik- und KulturFestival GL e.V.

Agnes Grube

Agnes Grube, geboren 1981 in Cegléd (Ungarn), kann auf eine umfangreiche internationale Musikausbildung in Ungarn (Liszt Academy of Musik in Budapest), Deutschland (Musikhochschulen Mannheim und Karlsruhe) sowie Frankreich (Ecole Nationale De Musique, Montbéliard) zurückblicken und profiliert sich seitdem als Oboistin in Orchestern – meistenteils als erste Oboe oder Solo-Oboe.
Zu verschiedenen Zeiten war sie Mitglied solcher renommierten Klangkörper wie beispielsweise des ungarischen Dohnányi Ernö Symphony Orchestra, des Gustav Mahler Youth Orchestra, des European Union Youth Orchestra oder der Mannheimer Philharmoniker.
Seit 2020 ist sie erste Oboistin des Sinfonieorchesters Bergisch Gladbach und nimmt dabei an einigen Projekten des Orchesters auch als Solistin mit Werken von Barock, Klassik und Romantik teil.


Birgit Heydel

Birgit Heydel studierte Geige und Musikpädagogik an der Hochschule für Musik Köln. Seit 2000 ist sie als freischaffende Musikerin in Rösrath ansässig.
Schon während des Studiums hatte sie viele Konzertengagements, sowohl als Konzertmeisterin als auch als Solistin und damals wie heute genießt sie die musikalische Vielfalt, in der sie sich bewegen kann. Auch als Musikpädagogin genießt sie einen ausgezeichneten Ruf. Neben der klassischen Musik entwickelte sich schon früh eine besondere Leidenschaft für Klezmer-Musik, Irish Folk und schwedische Folkmusik. Birgit Heydel ist Mitglied der preisgekrönten Band „Irish Stew“ und des Ensembles Klezmer Chai, das in Deutschland und Israel konzertiert. Sie ist auch Konzertmeisterin des Symphonieorchesters Bergisch Gladbach und ist mit Solisten des Orchesters mehrmals im Jahr unterwegs auf Konzertreisen in Europa und außerhalb. Mit ihren Ensembles hat sie schon mehrere CDs eingespielt, wobei sie das Repertoire beider Gruppen mit eigenen Werken und Arrangements bereichert.


Alexander Lifland

Alexander Lifland, geboren in der UdSSR und aufgewachsen in Israel, absolvierte sein Musikstudium an der Musikakademie Tel Aviv sowie an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Er war mehrfach Preisträger bei verschiedenen Wettbewerben in Israel. Als Solist spielte er mit mehreren israelischen und deutschen Orchestern. Wichtige künstlerische Anregungen brachten zudem Meisterkurse bei namhaften Violinisten wie Itzhak Perlman, Zahkar Bron, Ivry Gitlis und Ida Haendel. Sein beruflicher Werdegang als Orchestermusiker führte Alexander Lifland zu den renommierten Klangkörpern wie den Münchner Philharmonikern und dem Gewandhausorchester Leipzig. Mit 27 Jahren wurde er 1. Konzertmeister des Orchester des Landestheaters Coburg. Zur Zeit ist Alexander Lifland festes Mitglied des Beethoven Orchesters Bonn.