KV 491 Langenfeld Erlöserkirche

Das c-moll-Klavierkonzert, KV 491 hat Mozart als Dreißigjähriger komponiert. Es wurde am 7.April 1786 in Wien uraufgeführt. Im Jahr 1786 hat Mozart insgesamt drei Klavierkonzerte komponiert. Dieses Klavierkonzert gehört zu den großen Moll-Werken des späten Mozart. Es verlässt in Charakter und Form vielleicht am stärksten die konventionellen Bahnen des 18. Jahrhunderts. Diktiert ist es von dunkler tragischer Erfahrung, viel an rastloser Bewegung ist herauszuhören.
Dieses Mozartsche Klavierkonzert spricht aller Konvention Hohn. Es wäre sicherlich spannend zu erfahren, was die Hörerinnen und Hörer der Uraufführung angesichts der düsteren symphonischen Stimmung und bedrückenden Atmosphäre, die aus ihm herausklingt, empfunden haben.
Das Klavier-Konzert KV 491 bedient sich der größten Orchesterbesetzung, die Mozart je in einem Konzert beanspruchte. Aller Reichtum der Modulatorik verweist immer wieder auf die düstere Grundtonart, und der lyrische Mittelsatz wirkt fast episodisch inmitten dieser Grundstimmung, die dann aber das Finale wieder aufnimmt.
Dieser Schluss widersetzt sich dann vollends der konventionellen Erwartungshaltung, die die Hörerinnen und Hörer nicht nur zu Mozarts Zeit an ein Klavierkonzert knüpften.
Text: Volker Raettig

KV 491, Klavier-Konzert Nr. 24 c-moll
Orchester: Prager Philharmoniker KSO
Solisten: Jin-Hee Kim (Klavier)
Leitung: Eunkyung Changkim
Live-Mitschnitt vom Konzert in der Erlöserkirche Langenfeld Hardt am 27.02.2005
KV 491, Klavier-Konzert Nr. 24 c-moll
KV 491, Klavier-Konzert Nr. 24 c-moll, Allegro
KV 491, Klavier-Konzert Nr. 24 c-moll, Larghetto
KV 491, Klavier-Konzert Nr. 24 c-moll, Allegretto