Krönungsmesse KV 317 alle Ausführende

Gemeinsam waren sie ganz stark
Blumen haben alle verdient

Die Ausführenden des Konzerts am 10.11.2002 in St. Josef Langenfeld bei der Krönungsmesse KV 317 waren: Annegret Krella (Sopran), Astrid Schubert (Alt/Mezzosopran), Dirk Winn (Tenor), Norbert Keßler (Bassbariton), Thorsten Maus (Orgel) sowie die Chöre Cäcilia an St. Jacobus Hilden, Kirchenchor St. Josef Langenfeld und das Kammerensemble Köln.



KV 317, Messe `Coronation' C-Dur
Orchester: Kölner Kammerensemble
Solisten: Annegret Krella (Sopran), Astrid Schubert (Alt), Dirk Winn (Tenor), Norbert Kessler (Bass)
Leitung: Matthias Krella
Live-Konzert am 10.11.2002 in St. Josef Langenfeld, Kirchenchöre St. Jakobus Hilden und St. Josef Langenfeld
KV 317, Messe `Coronation' C-Dur
KV 317, Messe `Coronation' C-Dur, Kyrie
KV 317, Messe `Coronation' C-Dur, Gloria
KV 317, Messe `Coronation' C-Dur, Credo
KV 317, Messe `Coronation' C-Dur, Sanctus
KV 317, Messe `Coronation' C-Dur, Benedictus
KV 317, Messe `Coronation' C-Dur, Agnus Dei

Astrid Schubert (Alt, Mezzosopran)

Astrid Schubert
Dirk Winn und Astrid Schubert

Astrid Schubert studierte Gesang an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf bei Prof. Dr. Heinz J. Scholz und Gabor Antalffy.
Sie schloss ihr Studium mit der Künstlerischen Reife ab. In Meisterkursen mit Helmuth Rilling an der Bachakademie in Stuttgart erhielt Astrid Schubert wertvolle künstlerische Impulse und trat dort wiederholt als Altistin in Joh. Seb. Bachs Kantaten und Oratorien auf.
Weiterführende Studien führten sie zu der Mezzosopranistin Anna Reynolds. Astrid Schubert war Stipendiatin des Düsseldorfer Richard-Wagner-Verbandes und erhielt u.a. eine Auszeichnung des Deutsch-Japanischen Musikförderkreises.
Ihr Repertoire reicht vom Frühbarock bis in die Moderne und umfasst die Sparten Lied, Oratorium und Oper. Wiederholt hat sie Uraufführungen zeitgenössischer Werke mitgestaltet (mehrfach mit dem Düsseldorfer Komponisten Prof. O.G. Blarr). Seit vielen Jahren ist sie im Konzertfach eine gefragte Altistin.

Dirk Winn (Tenor)

Dirk Winn

Dirk Winn wurde 1971 in Grevenbroich geboren und lebt seit 30 Jahren in Düsseldorf. Als Kind war er lange Jahre Mitglied im Düsseldorfer Knabenchor. In dieser Zeit hat er bereits solistische Partien in Konzerten übernommen und in Kinderrollen an der Deutschen Oper am Rhein mitgewirkt. Nach der Ausbildung zum Bankkaufmann nahm er Gesangsunterricht bei Prof. Michaela Krämer in Langenfeld, Dozentin an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Seit August 2002 unterrichtet ihn Alastair Thompson, ebenfalls Dozent an der Robert-Schumann-Hochschule. Zu seinem Repertoire gehören u.a. Messen von Mozart, Schubert, Haydn und Oratorien von Bach, Saint-Saens, u.a.

Norbert Keßler (Bassbariton)

Norbert Keßler singt aus Freude an der Musik

Norbert Keßler, geboren 1963 in Bergheim (Erft), absolvierte parallel zum Studium der Katholischen Theologie, Germanistik, Musikwissenschaft und Philosophie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn eine private Gesangsausbildung bei Helene Möhler, Franz Gerihsen, Max Wittges und William Mendiberry. Umfangreiche Konzerttätigkeit im Köln-Bonn-Düsseldorfer Raum und im europäischen Ausland. Sein Gesangsrepertoire reicht von der Gregorianik bis zur Moderne mit Schwerpunkten auf der Sakralmusik des Barock und der Klassik sowie dem Liedschaffen Beethovens, Schuberts und Schumanns. Er arbeitete u.a. mit Peter Neumann, Christian Collum, KMD Prof. Johannes Geffert und Prof. Wolfgang Bretschneider als Gesangssolist zusammen. Neben seiner sängerischen Tätigkeit leitet er verschiedene Chöre, mit denen er häufig Werke abseits der ausgetretenen Repertoirpfade aufführt, so u.a. 1996 die erste vollständige Wiederaufführung der Moderne der Matthäus-Passion 1730 von G. Ph. Telemann. Im Hauptberuf unterrichtet Norbert Keßler am Erzbischöflichen Friedrich-Spee Kolleg in Neuss die Fächer Deutsch, Katholische Religion und Hebräisch.

Thorsten Maus (Orgel)

Thorsten Maus begleitete souverän an der Orgel

Thorsten Maus, geboren 1972 in Essen, studierte kath. Kirchenmusik an der Folkwang Hochschule Essen bis zum A-Examen (Orgel: Prof. Gisbert Schneider, Chorleitung: Guido Knüsel). Anschließend folgte ein Orgelaufbaustudium an der Musikhochschule Stuttgart (Prof. Dr. Ludger Lohmann). Seit April 2002 Privatstudien für Orchesterleitung bei Prof. Michael Luig an der MHS Köln. Teilnahme an verschiedenen Kursen und Seminaren zu Orgelliteraturspiel und -improvisation bei Jon Laukvik, T. A. Nowak, Pierre Pincemaille, Heino Schubert u.a. .Seit April 2000 ist Herr Maus Kirchenmusiker in Hilden.

Cäcilia an St. Jacobus Hilden

St. Jacobus Hilden füllte stimmgewaltig die Reihen der Langenfelder

Die Chorgemeinschaft ''Cäcilia'' an St. Jacobus Hilden, gegründet 1873, sieht ihren Schwerpunkt in der Gestaltung der Liturgie an St. Jacobus, mit Motetten und Messen des Frühbarock bis solchen der Gegenwart von Haßler, Schütz, Mozart und Dvorak (Messe D-Dur), bis hin zu Giaccomo Puccini, Louis Vierne und Max Eham. Im Repertoire befinden sich daneben größere bis konzertante Werke wie Bach-Kantaten, ''Der 42. Psalm'' und ''Lauda Sion'' von Felix Mendelssohn Bartholdy, ''Via crucis'' von Franz Liszt, ''Das Deutsche Magnificat'' von Schütz u. a. .Für das Jahr 2003 ist eine Neueinstudierung der ''Missa sacra'' von Robert Schumann geplant.

KV 317 Langenfeld St. Josef

Krönungsmesse Mozart: Im Januar 1779 nahm Mozart seinen Dienst als Hoforganist des Salzburger Erzbischofs auf, den er bis zu seiner Reise nach München im November 1780 versah. In diesen beiden letzten Salzburger Jahren entstand u.a. die Messe in C-Dur KV 317, wohl Mozarts volkstümlichste Kirchenkomposition gehört sie doch zu den bekanntesten Messvertonungen überhaupt. Die Bezeichnung „Krönungsmesse“ findet sich erst im Jahre 1873. Wie viele andere populär gewordene Werktitel hat also auch Mozarts „Krönungsmesse“ ihren Namen der Nachwelt zu verdanken. Schon im knappen, ouvertürenhaften „Kyrie“ mag der unvermittelte Übergang vom festlich geprägten Duktus des Eröffnungschors, der die Assoziation an eine Krönungsfeierlichkeit erleichtert haben mag, zur lyrisch-empfindsamen Melodik der Solostimmen den Hauptgrund für die allgemein verständliche Sprache des Werkes zu liefern. Das „Christe eleison“ stellt dann - auf zwei Takte reduziert - lediglich eine Mollvariante des liedhaften Duettierens von Sopran- und Tenor-Solo dar. Im „Gloria“, durchgehend im ¾-Takt gehalten, steht das Solistenquartett meist geschlossen dem Chor gegenüber. Auch im „Credo“ wird den Solisten wenig Raum gegeben. Den einzigen Ruhepunkt in der rondoartigen Anlage, die mit dem abschliessenden „Credo“-Ruf einen textlichen Rahmen aufweist, bildet das harmonisch freie „Et in carnatus est“. Das rein chorisch besetzte „Sanctus“ erweist sich mit seiner Tempobezeichnung und dem punktierten Rhythmus als dem „Kyrie“ eng verwandt. Dazu kontrastiert das gelöst heitere Soloquartett im „Benedictus“. Mit einer Vorwegnahme der Arie „Dove sono“ aus „Die Hochzeit des Figaro“ beginnt das „Agnus Dei“ An diese Sopran-Arie schliesst sich das „Dona nobis pacem“, eine Reminiszenz an den lyrischen „Kyrie“-Mittelteil, an.