St. Lambertus Düsseldorf

Im Rahmen des 10. Internationalen Düsseldorfer Orgelfestivals gab es das Chor- und Orchesterkonzert mit dem Titel "Wiener Klassik".
Die drei großen Komponisten der Wiener Klassik mit Beethoven, Mozart und Haydn, eint die Beherrschung und Sublimierung der unterschiedlichsten Musikarten und Kompositionsweisen vom Volkslied bis zur barocken Polyphonie. Sie vereinen verschiedene weitere deutsche, französische und italienische Stilarten in einer Vielfalt von Gattungen.
Neben Beethovens 7. Symphonie und einem Satz aus Haydns Oratorium "Die Jahreszeiten" wurde Mozarts "Vesperae solennes de Confessore" aufgeführt.



KV 339, Vesperae solennes de Confessore C-Dur
Orchester: ein Orchester für St. Lambertus
Solisten: Elisa Rabanus (Sopran), Sylwia Rave (Alt), Cesar Dima (Tenor), Thilo Dahlmann (Bariton), Matthias Haarmann (Orgel)
Leitung: Marcel Andreas Ober
Aufnahme am 25. Oktober 2015 in der Basilika St. Lambertus, Düsseldorf

KV 339, Vesperae solennes de Confessore C-Dur
KV 339, Vesperae solennes de Confessore C-Dur, Dixit
KV 339, Vesperae solennes de Confessore C-Dur, Confitebor
KV 339, Vesperae solennes de Confessore C-Dur, Beatus vir
KV 339, Vesperae solennes de Confessore C-Dur, Laudate pueri
KV 339, Vesperae solennes de Confessore C-Dur, Laudate Dominum
KV 339, Vesperae solennes de Confessore C-Dur, Magnificat

KV 339 St. Lambertus Düsseldorf

Die „Vesperae solennes de Confessore“ entstanden 1780 in Salzburg und zeigen Mozarts Meisterschaft in der Behandlung der chorischen Stimmen und solistischen Gesangslinien. In der Vesper gelang ihm in einzigartiger Weise die Verbindung kontrapunktischer Tradition im Geiste Händels mit dem melodischen Charme der Wiener Klassik. Die Vesperkomposition reiht nach katholischer Tradition fünf Psalmen aus dem alten Testament aneinander (darunter der fünfte, das „Laudate Dominum“ für Sopran mit Chor – wohl eine der bekanntesten Stücke der Kirchenmusik überhaupt) und dem Lobgesang Mariens aus dem Lukasevangelium, dem Magnificat.


Elisa Rabanus

Elisa Rabanus

Die in Düsseldorf lebende Sopranistin Elisa Rabanus hat sich weitgehend auf die Musik des 16.-18. Jahrhunderts spezialisiert. Bereits im Alter von vier Jahren begann sie ihre musikalische Ausbildung im Fach Violine an der Clara-Schumann-Musikschule in Düsseldorf. Ihr Gesangsstudium absolvierte sie an der Hochschule für Musik und Tanz Köln zunächst in der künstlerischen Ausbildung Oper und Konzert bei Prof.Henner Leyhe und abschließend mit dem Master of Music in Barockgesang bei Prof. Kai Wessel und Prof. Barbara Schlick. Weiter wichtige künstlerische Impulse erhielt sie in Meisterklassen bei Ute von Garczynski und Ingeborg Danz. Elisa Rabanus ist als freischaffende Sängerin tätig und konzertiert als Solistin sowie als Mitglied verschiedener Ensembles wie „Concerto Köln“, „Düsseldorfer Hofmusik“, „Elbipolis“ und „Cantus Cölln“.
Neben CD Aufnahmen und Rundfunkproduktionen für den WDR, SR, NDR, SWR und DLF, belegen Engagements bei renommierten Festivals, u.a. Brühler Schlosskonzerte, Tage Alter Musik Herne und dem Festival Alte Musik Knechtsteden ihre künstlerische Arbeit. Sie ist außerdem als freie Mitarbeiterin für den NDR Chor, den WDR Rundfunkchor und das SWR Vokalensemble tätig. 2007 gewann Elisa Rabanus den „Austria Baroque Academy Music Award“ in Gmunden, Österreich.
2008 gründete sie zusammen mit ehemaligen Kommilitonen das Ensemble Dissonanz, ein solistisches Vokalensemble mit dem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik.


Sylwia Rave

Sylwia Rave

Die in Lublin (Polen) geborene Mezzosopranistin hat ihre musikalische Ausbildung in der Klavierklasse der staatlichen Musikschule "Karol Lipinksi" begonnen. Nach dem Abschluss der Klavierausbildung folgte das Studium am der Hochschule für für Musik "Karol Szynamowski" in Katowice, das sie in dem Fach Sologesang-Schauspiel mit Auszeichnung beendete. Als Stipendiatin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes hat sie ihre sängerische Ausbildung an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber" in Dresden fortgesetzt. Das Studium hat sie mit dem Konzertexamen abgeschlossen.
Während des Studiums wirkte sie als Solistin im Barock-Ensemble "Concerto Polacco" unter der Leitung von Marek Toporowski mit. Sie war Preisträgerin beim Polnischen Lied-Wettbewerb in Katowice, Finalistin beim Internationalen Vokalwettbewerb "Antonin Dvorak" in Karlovy Vary (Tschechien) und beim Polnischen Musikhochschulen-Gesangswettbewerb in Duszniki-Zdroj. In der Zeit hat sie auch mehrere Meisterkurse für Gesang besucht, u.a. bei Edith Mathis, Christian Elssner, Stefania Toczyska, Helena Lazaraska und Teresa Zylis-Gara.
Seit 2002 ist sie Mitglied des Ensembles der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Glechzeitig widmet sie sich dem Lied- und Oratorienrepertoire – in den letzten Jahren hat sie im Konzertfach in Deutschland, Polen, Österreich, Frankreich, Italien und Japan gewirkt.


Cezar Dima

Cezar Dima

Cézar Adrian Dima, geboren im Bacau, Rumänien, hat seine erste musikalische Ausbildung an der dortigen Musikschule bekommen(Geige). Gesangsstudium an der „George Enescu“ Kunstuniversität in Iasi, Abschluss mit Diplom 2001, Magisterstudium Konzertgesang an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (G.Zeller, K.Donauer), Diplom mit Auszeichnung 2004. Weiterbildung bei Stephen Gould (Wien) und Ewan Bowers (Graz), Meisterkurs J. S. Bach bei Andreas Weller (Stuttgart).
1995-1999 Mitglied der Chores, dann Solist der Rumänischen Oper Iasi, 1999-2002 Professor für byzantinische Musik und Gesangsbildung im Priesterseminar in Iasi und Leiter des byzantinischen Ensembles „Basileus”. 2002-2005 Mitglied mit solistische Verpflichtungen im Chor des Grazer Opernhauses und tätig als Konzertsolist in Graz und in der Steiermark, Seit 2004 aktives Mitglied des LiveMusicNow Österreich.
Ab 2005 wechselte er nach Wien - Mitglied und Solist der Kinderoper bei der Wiener Staatsoper, der Kinderoper Piccolino Wien und des „Arnold Schönberg“ Chores, mit dem er Auftritte in verschiedene Oper- und Konzertprojekte, u.a. unter Nikolaus Harnoncourt, Seiji Ozawa, Bertrand de Billy, Peter Schneider absolvierte.
Als freiberuflicher Oper- und Konzertsänger rege solistische Tätigkeit bei verschiedenen Opernproduktionen, Liederabenden, Kammermusikprojekten und vokal-symphonischen Konzerten in Rumänien, Österreich, Italien und Deutschland.
Seit September 2007 ist Cezar Dima im Chor der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf - Duisburg engagiert, darüber hinaus ist er Mitglied des Vokalensembles Canto Rosso und gastiert regelmäßig beim Männervokalensemble Vocus Focus.


Thilo Dahlmann

Thilo Dahlmann

Thilo Dahlmann studierte Gesang bei Ulf Bästlein, Berthold Schmid, Guido Baehr und Wolfgang Millgramm an der Folkwang-Hochschule Essen. Sein Konzertexamen legte er dort 2007 mit Auszeichnung ab. Wichtige Impulse erhält er durch die Zusammenarbeit mit Roland Hermann. Beim Landesgesangswettbewerb Nordrhein-Westfalen gewann er den ersten Preis.
In der Spielzeit 2006/2007 war Thilo Dahlmann Mitglied des Internationalen Opernstudios des Zürcher Opernhauses, wo er zahlreiche Partien übernahm. Er gastierte an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf, den Wuppertaler Bühnen, dem Theater Koblenz sowie am Theater St. Gallen (Notturno/Schoeck).
Thilo Dahlmann sang im In- und Ausland unter Dirigenten wie Peter Neumann, Franz Welser-Möst, Jaap van Zweden, Daniel Reuß, Nello Santi, Philippe Jordan, Richard Mailänder, Helmut Müller-Brühl, Andreas und Christoph Spering, Masaaki Suzuki und Ralf Otto wichtige Partien seines Fachs. Konzerte führten ihn in die Kölner und Essener Philharmonie, das Festspielhaus Baden-Baden, Arsénal Metz, die Tonhallen Zürich und Düsseldorf, das Concertgebouw Amsterdam. DVD-Produktionen des Zürcher Opernhauses, Rundfunk- (DLF, DW, NHK, hr, WDR, France musique) und Fernsehaufnahmen (arte, ARD) sowie CDs ergänzen seine künstlerische Tätigkeit.
Zuletzt debütierte Thilo Dahlmann bei den Händelfestspielen Halle in Händels letzter Oper Giove in Argo, den Salzburger Festspielen und dem Schleswig-Holstein Musikfestival unter Thomas Hengelbrock mit Händels Israel in Egypt sowie den Gluck-Festspielen Nürnberg in der Wagner-Bearbeitung der Oper "Iphigenie in Aulis". Beim Label Capriccio erscheint im Sommer 2015 eine Solo-CD mit Schubertliedern, die von Charles Spencer am Klavier begleitet wird. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit ist er Dozent für Gesang an der Musikhochschule Köln, Standort Wuppertal.

http://www.thilodahlmann.de/


Matthias Haarmann

Matthias Haarmann

Matthias Haarmann studierte Kirchenmusik an der Musikhochschule Köln bei Vera von Schnitzler (Klavier) und bei Jürgen Kursawa (Orgel). Nach seinem Examen 1999 trat er die Stelle als hauptamtlicher Kirchenmusiker im Pfarrverband Kreuz-Köln-Nord an. Neben den Aufgaben als Chorleiter und Organist organisiert er Konzerte und Workshops. Seit 2012 steht er im Dienst des Erzbischöjlichen Priesterseminars Köln.
Selbst tritt er ebenfalls als Solist auf. Hervorzuheben ist eine Konzertreihe 2001 in Köln-Bickendorf, die unter dem Titel 40 Finger / 424 Tasten - fünf Tastenkonzerte altbekannte Stücke, aber auch viele Neukompositionen und Bearbeitungen (u.a. von Werken von Frank Zappa) für mindestens jeweils zwei Musiker auf dem Programm hatte. Ein Höhepunkt dieser Reihe war das Konzert mit Tangos, gespielt mit vier Musikern. Seit dieser Zeit beschäftigt sich Haarmann auch mit der Begleitung von Stummfilmen. Im Sommer 2007 feierte er Erfolge mit der Begleitung des Films „Der müde Tod“ von Fritz Lang in St. Joseph, Bonn-Beuel.
Seit 2003 komponiert und arbeitet er mit weiteren Komponisten für den Wildenloh-Verlag, der sich zum Ziel gesetzt hat Kantaten nach barockem Vorbild, aber mit einer zeitgemäßen Musiksprache zu veröffentlichen. Neben seinen Aufgaben als Kantor im Kölner Norden musiziert Haarmann als Pianist bei der Gospel Academy Krefeld. In diesem Zusammenhang fand 2004 eine Tournee mit dem Gospelchor Wave of Joy aus Bonn in den USA statt. Zu seinem Repertoire als Organist gehören neben vielen Werken der klassischen Orgelmusik aller Epochen auch Jazzstücke und Bearbeitungen aus dem Bereich des Tango Argentino. Ein weiterer Bereich seines musikalischen Schaffens ist die Improvisation, sowohl im Gottesdienst, wie auch in Konzerten. Haarmann war und ist Mitorganisator, Koordinator und Regisseur mehrerer Kirchenmusikfestivals, darunter die „Nacht der Mystik“ in der Kirche St. Johannes XXIII. in Köln-Chorweiler.

http://www.matthiashaarmann.com/


Marcel Andreas Ober

Marcel Andreas Ober

Marcel Andreas Ober wurde 1977 in Düsseldorf geboren. Ersten Klavierunterricht erhielt er mit sieben Jahren bei Lothar-Fritz Weber an der Clara-Schumann-Musikschule in Düsseldorf, ab dem zehnten Lebensjahr dann zusätzlich Orgelunterricht bei Kantor Winfried Kannengießer in Kaiserswerth. Nach dem Abitur folgte das Studium der Katholischen Kirchenmusik an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf, unter anderem mit den Fächern Improvisation und künstlerisches Orgelspiel bei Prof. Stefan Schmidt und Prof. Wolfgang Seifen sowie Klavier bei Sabine Kube.
2002 erhielt Marcel Andreas Ober das Diplom Kirchenmusik, 2004 das Zertifikat des Kirchenmusik-Aufbaustudiums sowie im Jahr 2007 das Kapellmeisterdiplom im Fach Orchesterleitung an der Musikhochschule Köln.
Von 2005 – 2011 war er Seelsorgebereichskantor an St. Peter, St. Antonius und St. Martin im Seelsorgebereich Düsseldorf-Bilk/Friedrichstadt. Er ist Finalist des großen Orgelwettbewerbs der Stadt Paris 2007. 2008 hat er beim 3. internationalen Orgelwettbewerb „Bach und die Moderne“ der Kunstuniversität Graz (Österreich) den 1. Preis sowie den Sonderpreis für die beste Interpretation des Auftragswerkes „Evocation III“ von Thierry Escaich gewonnen. Er pflegt eine rege Konzerttätigkeit im In- und Ausland als Organist, Dirigent und Pianist. Seit 2012 ist er Kantor an Sankt Lambertus in der Düsseldorfer Altstadt.