KV 257 St. Josef Langenfeld

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Am Samstag, den 27.10.2012 ehrte der Kirchenchor Cäcilia an St.Josef Karl-Heinz Krella, Vater des Kantors an St. Josef, Langenfeld, anlässlich seines 80. Geburtstags um 19.00 Uhr in der Kirche St. Josef mit einem Konzert, in dem er eines seiner Werke „Das Königsfest Christi“, aufführte. Außer dieser zeitgenössischen Komposition erklang Mozarts „Missa in c“, auch „Große Credomesse“ genannt. Außerdem wurde das selten aufgeführte Konzert für Orgel und Orchester von Francis Poulenc gespielt, sowie die „Messe basse“ von Gabriel Fauré.
(www.kirchenchor-an-st-josef.de)



KV 257, Missa in C-Dur (Credo Messe)
Orchester: Mitglieder der Bergischen Symphoniker
Solisten: Elisa Rabanus (Sopran), Angela Froemer (Alt), Thomas Iwe (Tenor), Benno Remling (Bass)
Leitung: Mathias Krella
Aufnahme in der St. Josef Kirche Langenfeld (Rhld) am 27.10.2012
KV 257, Missa in C-Dur
KV 257, Missa in C-Dur, Kyrie
KV 257, Missa in C-Dur, Gloria
KV 257, Missa in C-Dur, Credo
KV 257, Missa in C-Dur, Sanctus
KV 257, Missa in C-Dur, Benedictus
KV 257, Missa in C-Dur, Agnus Dei

Elisa Rabanus

Elisa Rabanus

Die junge Sopranistin Elisa Rabanus hat sich weitgehend auf die Musik des 16.-18. Jahrhunderts spezialisiert. Bereits im Alter von vier Jahren begann sie ihre musikalische Ausbildung im Fach Violine an der Clara – Schumann – Musikschule in Düsseldorf. Ihr Gesangsstudium absolvierte sie an der Hochschule für Musik und Tanz Köln zunächst in der künstlerischen Ausbildung Oper und Konzert und abschließend mit dem Master of Music in Barockgesang. Seitdem ist Elisa Rabanus als freischaffende Sängerin tätig.
Neben CD Aufnahmen und Rundfunkproduktionen für den WDR, SR, NDR, SWR und DLF, belegen Engagements bei renommierten Festivals, u.a. Brühler Schlosskonzerte, Tage Alter Musik Herne, Rheingau Musik Festival, Festival Alte Musik Knechtsteden und Thüringer Bachwochen, ihre künstlerische Arbeit. Seit 2010 arbeitet sie mit Hermann Max zusammen, unter dessen Leitung sie regelmäßig an verschiedenen Konzerten und CD – Produktionen im In- und Ausland mitwirkt. Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie in Meisterklassen bei Ingeborg Danz, Kai Wessel, Barbara Schlick und Klesie Kelly. 2007 gewann Elisa Rabanus den „Austria Baroque Academy Music Award“ in Gmunden, Österreich. 2008 gründete sie zusammen mit ehemaligen Kommilitonen das Ensemble Dissonanz, ein solistisches Vokalensemble mit dem Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musik.

Angela Froemer

Angela Froemer

Angela Froemer absolvierte ihr Gesangstudium in ihrer Heimatstadt Freiburg bei Christoph Schwartz, in Düsseldorf bei Janina Stano und Celina Lindsley, sowie privat bei Elisabeth Böhmer (Gelsenkirchen). Abschlüsse in Gesangspädagogik und Funktioneller Atemtherapie erweiterten ihre Qualifikation.
Seit ihrem Examen 1996 ist sie als freiberufliche Sängerin im Konzert- und Opernbereich tätig.
Solistisch reüssierte sie in der Vergangenheit bei der Rheinischen Operettenbühne und der Kleinen Oper Düsseldorf. Als langjähriges Ensemblemitglied des Theater Kontra-Punkt, und des Nova Ensemble Wuppertal sammelte sie Erfahrung im Bereich der zeitgenössischen Musik.
Es folgten zahlreiche Gastspiele beim Musiktheater im Revier, Gelsenkirchen. Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Tätigkeit bildet die Arbeit in verschiedenen renommierten Ensembles, mit denen sie bereits bei vielen Rundfunk-Produktionen und internationalen Chor- und Musikfestivals mitwirkte. (Rheinische Kantorei Dormagen, Balthasar-Neumann-Chor, Deutscher Kammerchor, Immortal-Bach-Ensemble)

Thomas Iwe

Thomas Iwe

Der lyrische Tenor Thomas Iwe wurde in Neheim-Hüsten geboren. Schon sehr früh fand er zur klassischen Musik und wurde Mitglied in verschiedenen Chören seiner Heimatstadt, wo er bald auch kleinere Soloparts übernommen hat.
In der Folgezeit begann er eine mehrjährige private Gesangsausbildung bei Anita Richartz-Freitag, Brilon.
Thomas Iwe hat sich in den letzten Jahren zu einem gefragten Lied-, Opern- und vor allem Oratoriensänger entwickelt. Sein breit gefächertes Repertoire, dessen Schwerpunkt hauptsächlich im Bereich der barocken Musik und der Klassik liegt, umfasst auch die Interpretation zeitgenössischer Werke.
Seine künstlerische Tätigkeit führte ihn zu Konzerten und zu verschiedenen Musikfestivals in zahlreiche deutsche Städte sowie ins benachbarte Ausland nach Frankreich und in die Niederlande.
Thomas Iwe ist u.a. 2. Preisträger bei dem bundesweiten „Stimmtreff“ in Hamburg.
Neben der umfangreichen Konzerttätigkeit und einigen Fernsehauftritten wirkte er auch bei zahlreichen CD-Aufnahmen mit. Kleinere Opernproduktionen runden seine musikalische Arbeit ab.

Benno Remling

Benno Remling

Benno Remling erhielt seine Gesangsausbildung bei Dietrich Schneider (München), KS William Murray (Houston) und Prof. Carol Richardson (Hannover). Er absolvierte Meisterkurse bei Andrzej Kucharsky und KS Walter Berry.
Von 1998 bis 2003 war am Stadttheater Bremerhaven engagiert und sang dort zahlreiche wichtige Partien des Baß- und Baßbaritonfachs. 2005 bis 2009 war er Ensemblemitglied des Theaters Vorpommern (Stralsund/Greifswald).
Gastengagements führten ihn bisher an die Theater in Hagen, Kaiserslautern, Neustrelitz, an die Kammeroper Schloß Rheinsberg, zu den Eutiner Festspielen und an die Deutsche Oper am Rhein.

Matthias Krella

Matthias Krella

Matthias Krella studierte an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf Katholische Kirchenmusik und schloss dieses mit dem A-Examen ab. Seit 1994 ist er Kantor in Langenfeld an der Pfarre St. Josef, seit 1999 Seelsorgebereichskirchenmusiker für die Stadt Langenfeld. In der Kirchenmusik liegen seine Schwerpunkte neben der Tätigkeit als Organist in der Leitung des Kirchen- und Kinderchores und der Kinder- und Jugendchorarbeit. So hat er in Langenfeld neben Kammermusik-, Chor- und Instrumental­konzerten seit einigen Jahren eine eigene Reihe mit Singspielen, Musicals und Kinderkonzerten eingeführt. Seit 2002 CD-Aufnahmen mit Kinderkonzerten in der Reihe „Klassik für Kinder“ im topsound-Verlag mit Cosima Breidenstein, Violine und Matthias Krella, Klavier. Gründung des Chorensembles „Take 8“, Einstudierung von Chorwerken aller Stilepochen. Matthias Krella hat an Orgelmeisterkursen bei Peter Planyawsky, Michael Radulescu, Daniel Roth und Thierry Mechler, sowie an Chorleitungsmeisterkursen bei Prof. Ericson, Prof. Wippermann, Prof. Schuhenn und Prof. Schäfer teilgenommen. Seine Konzerte führen ihn heute als Pianist und Organist, solistisch oder im Ensemble durch Deutschland, Frankreich, Dänemark, Schweden, Polen, Ibiza, Ungarn und Libanon.

KV 257 St. Josef Langenfeld

Die Messe in C-Dur KV 257 gehört zu den sechs Messen, die Mozart von 1775 – 1777 vor seiner Reise nach Paris als Konzertmeister der Hofmusik des Salzburger Erzbischofs komponiert hat. Durch einen Erlass seitens des Erzbischofs durften die Messen nicht länger als höchstens drei Viertelstunden dauern. Im Gegensatz zur italienischen Messfeier, war jedoch in Österreich die kurze Messe schon seit Mitte des 18. Jahrhunderts üblich.
Die frühere barocke Prachtentfaltung im Gottesdienst passte nicht mehr zum Bild des aufgeklärten Fürsten und war schlicht zu teuer geworden. Zwar sind Mozarts Messvertonungen durch ihre aufwändige Besetzung mit Blasinstrumenten und Pauke feierliche, aber durchweg kurze Missae solemnes. Erlaubte die zeitliche Einschränkung ohnehin keine ausgedehnten Fugen, so fällt auf, dass Mozart in der Messe KV 257 fast gänzlich auf ausgedehnte Kontrapunktik verzichtet. Für die überwiegend im Quartett zusammengefassten Solostimmen komponiert er zwar einen durchbrochenen und stärker ausgezierten Satz als für das Tutti, verzichtet aber auf ariose und virtuose Soli. Eine Ausnahme bildet der Mittelteil des Credos („Et incarnatus est“) Sehr nachdrücklich erscheinen die nicht weniger als 18mal erklingenden „Credo“-Rufe. Ihnen verdankt die Messe KV 257 die Bezeichnung „Große Credomesse“. Sofern die Intonation nicht vom Zelebranten allein vorgetragen wurde, konnte diese in die Messvertonung miteinbezogen werden. So war es nur ein logischer Schritt, das „Credo“ vor den einzelnen Glaubensartikeln zu wiederholen und damit das Glaubenszeugnis zu bekräftigen. Musikalisch bot die Wiederholung des „Credo“-Mottos dem Komponisten die Möglichkeit, den langen Text des Satzes besser zu strukturieren. Dass diese Rufe hier meist im Unisono gesungen werden, kann als Reminiszenz an die einstimmige Intonation des Priesters gewertet werden.