KV 525 Wohnstift Augustinum

Die Komposition der Serenade G-Dur, KV 525, genannt „Eine kleine Nachtmusik“, fällt in Mozarts Wiener Jahre (1781-1791). Sie ist nicht nur das bekannteste Werk Mozarts, sondern ist in den knapp 226 Jahren seit ihrer Entstehung zum Synonym für „klassische“ Musik überhaupt geworden: So wie der Volksmund einige Zitate aus Goethes „Faust“ zitieren kann, so kann derselbe Volksmund auch zumindest die ersten vier Takte mit dem unverwechselbaren Unisono-Dreiklangsmotiv summen. Mozart schuf diese Serenade während seiner Arbeit am 2. Akt des Don Giovanni und vollendete sie am 10. August 1787, der äußere Anlass ihrer Entstehung und das Datum ihrer Uraufführung sind bis heute ungeklärt. Der Beiname stammt von Mozart selbst - eigenhändig trug er das Stück in sein „Verzeichnüß aller meiner Werke“ als „Eine kleine Nacht Musick, bestehend in einem Allegro. Menuett und Trio. - Romance. Menuett und Trio, und Finale“ ein. Zwischen dem Eingangssatz und der Romance befand sich ursprünglich noch ein weiteres Menuett mit Trio, welches jedoch gewaltsam aus der Originalpartitur entfernt wurde und seither als verschollen gilt. Die „Kleine Nachtmusik“ trägt im Hinblick auf die Verarbeitung des Themenmaterials und die Viersätzigkeit symphonische Züge, auch wenn die ursprüngliche Besetzung ein Streicherensemble von nur fünf Musikern vorsieht. Inhaltlich erreicht sie bei aller Heiterkeit eine Tiefe, welche den Anspruch einer lediglich „unterhaltenden“ Musik weit hinter sich lässt und wird so zu einem unerreichten Glanzstück dieses Genres.
Text: Frank Christian Aranowski

KV 525, Serenade G-Dur (Eine kleine Nachtmusik)
Orchester: Oekumenische Philharmonie
Leitung: Frank Christian Aranowski
Live-Aufnahme am 28. Juli 2013 im Theatersaal des Wohnstift Augustinum Heidelberg
KV 525, Serenade G-Dur
KV 525, Serenade G-Dur, Allegro
KV 525, Serenade G-Dur, Romance Andante
KV 525, Serenade G-Dur, Menuetto Allegretto
KV 525, Serenade G-Dur, Rondo Allegro